Nierenarterienstenose (NAST): Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die arteriosklerotische Nierenarterienstenose (NAS) ist eine mögliche Ursache für sekundäre Hypertonie und progredienten Nierenfunktionsverlust. Die AWMF-Leitlinie betont jedoch, dass das Vorliegen einer Stenose nicht zwingend mit einer renovaskulären Hypertonie gleichzusetzen ist.

Während eine einseitige Stenose das Renin-Angiotensin-System aktiviert, kann die gesunde Gegenniere den Blutdruck oft kompensieren. Bei beidseitigen Stenosen fehlt dieser Mechanismus, was zu einer Volumenüberladung und rezidivierenden Lungenödemen (Pickering-Syndrom) führen kann.

Da große randomisierte Studien keinen generellen klinischen Vorteil durch eine routinemäßige Stentimplantation zeigen konnten, sind die Interventionszahlen stark rückläufig. Ziel der Leitlinie ist es, präzise zu definieren, welche spezifischen Hochrisikopatienten tatsächlich von einer invasiven Revaskularisierung profitieren.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt ausdrücklich davor, asymptomatische Nierenarterienstenosen routinemäßig zu dilatieren, da randomisierte Studien keinen Nutzen gegenüber einer optimalen medikamentösen Therapie zeigten. Es wird betont, dass eine Intervention primär Hochrisikopatienten mit rezidivierendem Lungenödem oder therapierefraktärer Hypertonie mit raschem Nierenfunktionsverlust vorbehalten bleiben sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird ein Screening nur bei Hochrisikokonstellationen empfohlen. Dazu zählen unter anderem eine therapierefraktäre Hypertonie, rezidivierende Lungenödeme oder eine unklare Niereninsuffizienz.

Die farbkodierte Dopplersonografie (FKDS) gilt als primäres Screening-Verfahren der Wahl. Bei unzureichender Darstellbarkeit können laut Leitlinie alternativ eine CTA oder MRA eingesetzt werden.

Bei einer unilateralen Stenose wird der Einsatz von ACE-Hemmern oder AT1-Rezeptorblockern zur Nephroprotektion ausdrücklich empfohlen. Bei bilateralen Stenosen oder einer Einzelniere ist eine Gabe nur unter sehr engmaschiger Kontrolle von Kreatinin und Kalium möglich.

Die Leitlinie gibt an, dass erst ab einer Diameterreduktion von 60 bis 65 Prozent mit einer hämodynamisch relevanten Nierenfunktionsverschlechterung zu rechnen ist. Geringergradige Stenosen können konservativ mittels "Watchful Waiting" beobachtet werden.

Eine offene Operation wird nur in Ausnahmefällen empfohlen. Dies betrifft laut Leitlinie Patienten mit simultaner offener Bauchaortenoperation, interventionell nicht zugänglicher Anatomie oder nach fehlgeschlagener endovaskulärer Therapie.

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Quelle: Arteriosklerotische Erkrankungen der Nierenarterie (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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