IQWiG2021

Mukoviszidose: Ivacaftor/Tezacaftor-Dosierung (6-11 J.)

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet den Zusatznutzen von Ivacaftor in Kombination mit Tezacaftor/Ivacaftor.

Die Bewertung bezieht sich auf Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren mit zystischer Fibrose. Voraussetzung ist, dass die Betroffenen heterozygot für die F508del-Mutation sind und eine von 14 spezifischen Mutationen im CFTR-Gen aufweisen.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) die Best supportive Care (BSC) festgelegt. Diese umfasst eine patientenindividuell optimierte, unterstützende Behandlung zur Linderung von Symptomen und zur Verbesserung der Lebensqualität.

Empfehlungen

Der IQWiG-Bericht kommt zu folgenden zentralen Ergebnissen bezüglich des Zusatznutzens:

Bewertung der Evidenz

Laut Bericht legte der pharmazeutische Unternehmer Daten aus der einarmigen Studie VX15-661-113 vor. Es wird festgestellt, dass diese Studie für die Ableitung eines Zusatznutzens nicht geeignet ist, da kein Vergleich gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (BSC) ermöglicht wird.

Zudem wird angemerkt, dass die Intervention bei Kindern mit einem Körpergewicht zwischen 30 und unter 40 kg in der vorgelegten Studie unterdosiert war.

Ausmaß des Zusatznutzens

Da keine geeigneten Daten für den direkten Vergleich mit der Best supportive Care vorgelegt wurden, zieht das IQWiG folgendes Fazit:

  • Ein Zusatznutzen von Ivacaftor in Kombination mit Tezacaftor/Ivacaftor ist nicht belegt.

  • Die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß des Zusatznutzens können nicht quantifiziert werden.

Dosierung

Die Fachinformation gibt folgende Dosierungen für Kinder ab 6 Jahren vor. Die Einnahme der Morgen- und Abenddosis sollte im Abstand von etwa 12 Stunden zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit erfolgen.

KörpergewichtMorgendosis (Tezacaftor/Ivacaftor)Abenddosis (Ivacaftor)
< 30 kg1 Tablette (50 mg / 75 mg)1 Tablette (75 mg)
≥ 30 kg1 Tablette (100 mg / 150 mg)1 Tablette (150 mg)

Dosisanpassungen

Laut Fachinformation sind Dosisanpassungen in folgenden Fällen erforderlich:

  • Bei gleichzeitiger Anwendung von mäßigen oder starken CYP3A-Inhibitoren.

  • Bei Vorliegen einer eingeschränkten Leberfunktion (Child-Pugh-Klasse B oder C).

Kontraindikationen

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder sonstige Bestandteile.

  • Die Kombination darf nicht angewendet werden, wenn Betroffene heterozygot für die F508del-Mutation sind und eine zweite Mutation aufweisen, die nicht explizit zugelassen ist.

Warnhinweise

  • Leberfunktion: Es wird über erhöhte Transaminasenwerte berichtet. Leberfunktionstests werden vor Therapiebeginn, alle 3 Monate im ersten Jahr und danach jährlich empfohlen.

  • Katarakte: Bei Kindern und Jugendlichen wurden Fälle von nicht kongenitaler Linsentrübung beobachtet. Augenuntersuchungen vor Therapiebeginn und zur Verlaufskontrolle werden empfohlen.

  • Wechselwirkungen: Auf Speisen oder Getränke, die Grapefruit enthalten, ist zu verzichten. Die gleichzeitige Anwendung mit starken CYP3A-Induktoren wird nicht empfohlen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Fachinformation wird vor dem Start einer Therapie mit Ivacaftor und Tezacaftor/Ivacaftor bei Kindern zwingend eine Basisdiagnostik empfohlen. Diese sollte neben Leberfunktionstests auch eine augenärztliche Untersuchung zum Ausschluss von Katarakten umfassen. Zudem wird betont, dass die Tabletten stets mit einer fetthaltigen Mahlzeit eingenommen werden müssen, um eine ausreichende Resorption zu gewährleisten.

Häufig gestellte Fragen

Gemäß Fachinformation erhalten Kinder unter 30 kg morgens eine Fixkombination aus 50 mg Tezacaftor und 75 mg Ivacaftor. Abends wird zusätzlich eine Tablette mit 75 mg Ivacaftor verabreicht.

Der IQWiG-Bericht stellt fest, dass ein Zusatznutzen für diese Altersgruppe nicht belegt ist. Begründet wird dies mit dem Fehlen von vergleichenden Studiendaten gegenüber der Best supportive Care.

Es wird empfohlen, die Lebertransaminasen (ALT, AST) und das Bilirubin regelmäßig zu überwachen. Die Kontrollen sollten vor Behandlungsbeginn, alle drei Monate im ersten Jahr und danach jährlich erfolgen.

Laut Fachinformation müssen die Tabletten im Ganzen geschluckt werden. Ein Zerkauen, Zerdrücken oder Zerbrechen wird nicht empfohlen, da hierfür keine klinischen Daten vorliegen.

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Quelle: IQWiG A20-110: Ivacaftor (Kombination mit Tezacaftor/Ivacaftor; zystische Fibrose, 6 bis < 12 Jahren, F508del-Mutation, heterozygot) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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