UGT1A1-Genotypisierung bei Irinotecan: Gesundheit.gv.at

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf den Informationen des Portals Gesundheit.gv.at zur UGT1A1-Genotypisierung. Diese labormedizinische Untersuchung stammt aus dem Bereich der Pharmakogenetik und dient der personalisierten Medizin.

Das Enzym UDP-Glucuronosyltransferase (UGT1A1) spielt eine zentrale Rolle beim Abbau und der Ausscheidung des Chemotherapeutikums Irinotecan. Irinotecan wird primär zur Behandlung von Dickdarmkrebs und bestimmten Formen von Lungenkrebs eingesetzt.

Genetische Variationen im UGT1A1-Gen können zu einem verzögerten Abbau des Medikaments führen. Dies führt zu einer Anreicherung im Körper und steigert das Risiko für schwere toxische Nebenwirkungen wie Durchfälle und Blutbildveränderungen.

Empfehlungen

Indikation und Diagnostik

Laut Quelle wird die UGT1A1-Genotypisierung im Vorfeld einer geplanten Therapie mit Irinotecan empfohlen. Dies dient der Abschätzung des individuellen Risikos für potenziell toxische Nebenwirkungen.

Für die Untersuchung ist eine einfache Blutabnahme ausreichend. Aus dem Blut wird die DNA extrahiert und in der Regel mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) analysiert.

Genotypen und Risikoabschätzung

Die Quelle beschreibt verschiedene Genotypen, die das Nebenwirkungsrisiko maßgeblich beeinflussen. Der Wildtyp stellt die Normalvariante dar, während Mutationen die Enzymaktivität einschränken.

GenotypZygotieHäufigkeitEnzymaktivitätToxizitätsrisiko
UGT1A1*1Reinerbig (Wildtyp)ca. 43 %NormalNormal
UGT1A1*28Mischerbig (heterozygot)ca. 45 %VermindertLeicht erhöht
UGT1A1*28Reinerbig (homozygot)ca. 12 %Stark vermindertStark erhöht

Therapeutische Konsequenzen

Bei Vorliegen eines mischerbigen oder reinerbigen UGT1A1*28-Genotyps ist laut Text eine Verminderung der individuellen Irinotecan-Dosierung in Erwägung zu ziehen.

Zudem wird betont, dass insbesondere bei Personen mit bekanntem Gilbert-Syndrom (Morbus Meulengracht) eine Genotypisierung vor Therapiebeginn erfolgen sollte. Diese Erkrankung ist eng mit dem UGT1A1*28-Genotyp assoziiert.

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💡Praxis-Tipp

Es wird darauf hingewiesen, dass ein bekanntes Gilbert-Syndrom (Morbus Meulengracht) ein starker klinischer Indikator für das Vorliegen der UGT1A1*28-Mutation ist. Bei diesen Personen wird eine Genotypisierung vor einer Irinotecan-Gabe zur Vermeidung schwerer Toxizitäten als besonders wichtig erachtet.

Häufig gestellte Fragen

Die Bestimmung wird durchgeführt, um das Risiko für toxische Nebenwirkungen unter Irinotecan abzuschätzen. Bei genetischen Variationen wird das Medikament langsamer abgebaut und reichert sich im Körper an.

Laut Quelle kommt es bei einem verzögerten Abbau des Medikaments vor allem zu schweren Durchfällen und Blutbildveränderungen.

Träger dieses Genotyps haben eine verminderte Enzymaktivität und ein erhöhtes Toxizitätsrisiko. Es wird in diesen Fällen eine Reduktion der Irinotecan-Dosis empfohlen.

Für die Analyse ist lediglich eine einfache Blutabnahme erforderlich. Im Labor wird die DNA extrahiert und meist mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) untersucht.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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