Laborwert Somatotropes Hormon (STH): Gesundheit.gv.at
Hintergrund
Das Wachstumshormon (HGH, Somatotropes Hormon, STH) wird in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) gebildet. Seine Hauptfunktion ist die Förderung von Wachstum und Reifung des Körpers.
Die Regulation erfolgt über das Zwischenhirn (Hypothalamus), welches das stimulierende Hormon GHRH und das hemmende Somatostatin ausschüttet. HGH entfaltet seine Wirkung, indem es in den Körperzellen, vor allem in der Leber, die Bildung von Somatomedinen anregt.
Das wichtigste Somatomedin ist IGF-1 (Insulin-like Growth Factor 1, Somatomedin C). IGF-1 ist für die endgültigen Stoffwechseleffekte wie die Steigerung der Eiweißsynthese und die Erhöhung des Blutzuckerspiegels verantwortlich. Zudem übt IGF-1 eine negative Rückkopplung auf Hypophyse und Hypothalamus aus, um eine übermäßige HGH-Freisetzung zu bremsen.
Empfehlungen
Das Gesundheitsportal Österreich (Gesundheit.gv.at) beschreibt folgende Aspekte zur Diagnostik und Interpretation des Somatotropen Hormons.
Indikationen und Diagnostik
Bei klinischem Verdacht auf eine Störung der HGH-Produktion werden verschiedene Laboruntersuchungen angeführt. Aufgrund starker tageszeitlicher Schwankungen mit einem Maximum der Ausschüttung während des Schlafes wird die Erstellung eines HGH-Tagesprofils mit mehreren Messungen beschrieben.
Folgende diagnostische Tests werden zur Abklärung genannt:
-
Bestimmung von HGH und IGF-1 im Blut
-
Oraler Glukosetoleranztest (Glukosegabe vermindert normalerweise den HGH-Spiegel)
-
Insulin-Hypoglykämie-Test (Insulingabe steigert normalerweise den HGH-Spiegel)
-
GHRH-Test (GHRH-Gabe steigert normalerweise den HGH-Spiegel)
Erhöhte HGH-Werte
Eine Überproduktion von HGH führt im Kindesalter zu Hochwuchs. Im Erwachsenenalter, nach Abschluss des Längenwachstums der Knochen, resultiert daraus das Krankheitsbild der Akromegalie.
Als Ursache für eine Akromegalie wird meist ein HGH-produzierender Tumor im Bereich der Hypophyse beschrieben. Symptome umfassen das Wachstum der Akren (Nase, Ohren, Kinn, Hände, Füße), Veränderungen der Gesichtszüge, Kopfschmerzen, Sehstörungen und Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus.
Zur Diagnostik der Akromegalie wird neben der Labordiagnostik eine Bildgebung (Röntgen, CT, MRT) zur Tumorlokalisation angeführt. Die Therapie umfasst die chirurgische Entfernung des Tumors, Strahlentherapie oder eine medikamentöse Hemmung der HGH-Wirkung.
Erniedrigte HGH-Werte
Ein Mangel an HGH führt im Kindesalter zu Kleinwuchs. Bei Erwachsenen kann eine Hypophysenvorderlappeninsuffizienz vorliegen.
Diese Insuffizienz führt zum Ausfall zahlreicher Hormone der Hypophyse. Daraus können laut Text folgende Störungen resultieren:
-
Schilddrüsenunterfunktion
-
Nebennierenrindenunterfunktion
-
Störungen des Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsels
-
Fruchtbarkeitsstörungen (sekundärer Hypogonadismus)
Referenzwerte
Die Quelle gibt folgende Referenzwerte für HGH im Blut an. Es wird darauf hingewiesen, dass für Neugeborene abweichende Werte gelten.
| Geschlecht | Alter | Referenzbereich |
|---|---|---|
| Männer | bis 18 Jahre (vor Pubertät) | 1–10 ng/mL |
| Männer | über 18 Jahre | 0–8 ng/mL |
| Frauen | bis 18 Jahre (vor Pubertät) | 1–10 ng/mL |
| Frauen | über 18 Jahre | 0–8 ng/mL |
💡Praxis-Tipp
Aufgrund der starken tageszeitlichen Schwankungen der HGH-Ausschüttung, die ihr Maximum während des Schlafes erreicht, ist eine einzelne HGH-Messung oft wenig aussagekräftig. Der Text betont die Notwendigkeit, stets mehrere Messungen durchzuführen und ein HGH-Tagesprofil zu erstellen. Die kombinierte Bestimmung von IGF-1 wird beschrieben, da dieses die HGH-Wirkung widerspiegelt und konstantere Spiegel aufweist.
Häufig gestellte Fragen
Laut Quelle vermindert die Verabreichung von Glukose bei gesunden Personen normalerweise die HGH-Ausschüttung im Blut. Bei einer autonomen HGH-Überproduktion, wie der Akromegalie, bleibt diese physiologische Unterdrückung aus, was den Test diagnostisch wertvoll macht.
Der Text beschreibt ein verstärktes Wachstum der abstehenden Körperteile (Akren) wie Nase, Ohren, Hände und Füße sowie Veränderungen der Gesichtszüge. Zusätzlich können Kopfschmerzen, Sehstörungen und Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus auftreten.
HGH (Wachstumshormon) wird in der Hypophyse gebildet und stimuliert in der Leber die Produktion von IGF-1 (Somatomedin C). IGF-1 ist laut Quelle für die eigentlichen Stoffwechseleffekte im Körper verantwortlich und hemmt in einer negativen Rückkopplung die weitere HGH-Ausschüttung.
Bei dieser Erkrankung kommt es zu einem Ausfall zahlreicher Hypophysenhormone, was unter anderem zu einer Verminderung von HGH führt. Dies kann sekundäre Unterfunktionen der Schilddrüse und Nebennierenrinde sowie weitreichende Stoffwechsel- und Fruchtbarkeitsstörungen nach sich ziehen.
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Quelle: Laborwert: Somatotropes Hormon (STH) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.