Laborwert IGF-1 (Somatomedin-C): Gesundheit.gv.at

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf den Kurzinformationen des Gesundheitsportals Österreich (Gesundheit.gv.at). Insulin-like Growth Factor 1 (IGF-1), auch Somatomedin-C genannt, ist ein Hormon, das maßgeblich für das Wachstum und die Reifung des Körpers verantwortlich ist.

Es wird hauptsächlich in der Leber unter dem Einfluss des Wachstumshormons (HGH) gebildet. IGF-1 vermittelt die vielfältigen biologischen Wirkungen von HGH, wie etwa die Steigerung der Eiweißsynthese und die Erhöhung des Blutzuckerspiegels.

Die Regulation unterliegt einer negativen Rückkopplung. Ein hoher IGF-1-Spiegel hemmt die weitere Ausschüttung von HGH aus der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) sowie von GHRH aus dem Zwischenhirn (Hypothalamus).

Empfehlungen

Indikationen zur Diagnostik

Bei klinischem Verdacht auf eine Störung der HGH-Produktion wird eine umfassende Labordiagnostik beschrieben. Dazu gehören:

  • Bestimmung von HGH und IGF-1 im Blut

  • Oraler Glukosetoleranztest (physiologisch: Abfall von HGH)

  • Insulin-Hypoglykämie-Test (physiologisch: Anstieg von HGH)

  • GHRH-Test (physiologisch: Anstieg von HGH)

Interpretation der Laborwerte

Die Ursachen für abweichende IGF-1-Werte sind vielfältig. Erhöhte Werte finden sich typischerweise bei:

  • Vorübergehenden Wachstumsschüben und Schwangerschaft

  • Riesenwuchs im Kindesalter

  • Akromegalie im Erwachsenenalter

  • Fettsucht

Erniedrigte Werte können auf einen Zwergenwuchs im Kindesalter hinweisen. Zudem können sie im Rahmen von endokrinologischen Funktionstests auftreten.

Fokus Akromegalie

Bei Erwachsenen führt eine HGH-Überproduktion zur Akromegalie, oft bedingt durch einen HGH-produzierenden Tumor im Bereich der Hypophyse. Die Diagnostik umfasst neben der Laborchemie auch bildgebende Verfahren wie Röntgen, CT oder MRT zur Tumorlokalisation.

Als therapeutische Maßnahmen werden die chirurgische Entfernung des Tumors, eine Strahlentherapie oder eine medikamentöse Hemmung der HGH-Wirkung angeführt.

Referenzwerte

Die angegebenen Referenzwerte dienen als Orientierungshilfe und sind altersabhängig. Für Kinder unter 11 Jahren sowie Personen über 55 Jahren gelten abweichende, meist niedrigere Werte.

PatientengruppeAlterReferenzbereich
Männlich / Weiblich11–16 Jahre250–1.100 ng/mL
Männlich / Weiblichüber 18 Jahre125–460 ng/mL
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💡Praxis-Tipp

Bei der Interpretation des IGF-1-Wertes wird darauf hingewiesen, dass die Referenzbereiche stark altersabhängig sind. Insbesondere bei Personen über 55 Jahren gelten niedrigere Normwerte, was bei der Diagnostik einer Akromegalie oder eines HGH-Mangels zwingend berücksichtigt werden muss. Zudem ist der Wert stets im klinischen Gesamtbild zu beurteilen.

Häufig gestellte Fragen

IGF-1 vermittelt die eigentliche Wirkung des Wachstumshormons (HGH) im Gewebe. Da die HGH-Ausschüttung starken tageszeitlichen Schwankungen unterliegt, dient IGF-1 als stabilerer Parameter zur Beurteilung der Wachstumshormon-Achse.

Typische Anzeichen sind das verstärkte Wachstum der sogenannten Akren wie Hände, Füße, Nase, Ohren und Kinn. Begleitend können Kopfschmerzen, Sehstörungen und Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus auftreten.

Bei einem gesunden Stoffwechsel führt die Verabreichung von Glukose zu einer Verminderung des HGH-Spiegels im Blut. Ein fehlender Abfall kann auf eine autonome HGH-Produktion, beispielsweise durch einen Hypophysentumor, hindeuten.

Ein erhöhter Wert bei Kindern kann physiologisch während eines normalen Wachstumsschubes auftreten. Pathologisch kann er jedoch auch ein Hinweis auf einen Riesenwuchs (Gigantismus) sein.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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