Laborwert Hämopexin (HPEX): Gesundheit.gv.at

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf den Informationen von Gesundheit.gv.at zum Laborwert Hämopexin (HPEX). Hämopexin ist ein in der Leber gebildetes Bluteiweiß, das bei der Zerstörung roter Blutkörperchen (Hämolyse) frei werdendes Eisen bindet.

Das gebundene Eisen wird in das Gewebe abtransportiert und kann vom Körper wiederverwendet werden. Durch diesen Verbrauch sinkt der Hämopexinwert im Blut bei hämolytischen Prozessen ab.

Die Bestimmung von Hämopexin dient daher primär dem Nachweis einer Hämolyse. Im Gegensatz zu Haptoglobin bietet die Messung von Hämopexin laut Quelle besondere Vorteile bei schweren Hämolysen sowie bei begleitenden Entzündungsreaktionen.

Empfehlungen

Indikation und Diagnostik

Die Bestimmung des Hämopexinwertes wird zum Nachweis einer Hämolyse herangezogen. Ein erniedrigter Wert weist auf einen vermehrten Abbau von roten Blutkörperchen hin.

Als Ursachen für eine Verminderung von Hämopexin im Blut werden genannt:

  • Hämolytische Anämie

  • Schwere Lebererkrankungen

  • Eiweißmangel (beispielsweise durch Verdauungsstörungen)

Erhöhte Hämopexinwerte haben laut Quelle praktisch keine medizinische Bedeutung.

Laborwertveränderungen bei Hämolyse

Je nach Schweregrad der Hämolyse kommt es zu charakteristischen Veränderungen verschiedener Laborparameter. Die Quelle beschreibt folgendes Muster:

LaborparameterVeränderung bei Hämolyse
Erythrozyten, Hämoglobin, HämatokritVermindert
Haptoglobin, HämopexinVermindert
RetikulozytenErhöht
LDH, HBDHErhöht
Kalium, BilirubinErhöht
Urobilinogen (im Harn)Erhöht

Referenzwerte für Hämopexin

Die Referenzwerte dienen als Orientierungshilfe und sind unabhängig von Alter und Geschlecht einheitlich definiert.

PersonengruppeReferenzbereichEinheit
Männer (bis 18 Jahre)0,50–1,15g/L
Männer (über 18 Jahre)0,50–1,15g/L
Frauen (bis 18 Jahre)0,50–1,15g/L
Frauen (über 18 Jahre)0,50–1,15g/L
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💡Praxis-Tipp

Bei schweren Hämolysen oder gleichzeitig bestehenden Entzündungsreaktionen wird die Bestimmung von Hämopexin als vorteilhafter gegenüber Haptoglobin beschrieben. Zudem wird darauf hingewiesen, dass erhöhte Hämopexinwerte praktisch bedeutungslos sind und der diagnostische Fokus auf erniedrigten Werten liegt.

Häufig gestellte Fragen

Die Bestimmung von Hämopexin dient dem Nachweis einer Hämolyse. Bei einem vermehrten Abbau roter Blutkörperchen sinkt der Wert, da das Protein frei werdendes Eisen bindet und abtransportiert.

Ein erniedrigter Wert kann durch eine hämolytische Anämie, schwere Lebererkrankungen oder einen Eiweißmangel verursacht werden. Auch Verdauungsstörungen können zu einem solchen Mangel führen.

Laut Quelle ist die Messung von Hämopexin insbesondere bei schweren Hämolysen sowie bei Vorliegen von Entzündungsreaktionen vorteilhafter als die Bestimmung von Haptoglobin.

Erhöhte Hämopexinwerte im Blut sind laut der Quelle praktisch bedeutungslos. Die klinische Relevanz liegt ausschließlich in der Verminderung des Wertes.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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