Laborwert Retikulozyten (RETR): Gesundheit.gv.at
Hintergrund
Retikulozyten sind junge, frisch im Knochenmark gebildete rote Blutkörperchen (Erythrozyten). Ihre Bestimmung im peripheren Blut gibt Aufschluss darüber, ob das Knochenmark eine ausreichende Menge an roten Blutkörperchen produziert.
Gemäß der Information von Gesundheit.gv.at (2026) handelt es sich bei der Retikulozyten-Bestimmung um eine Spezialuntersuchung. Diese ist nicht automatisch Teil des Standard-Blutbildes und muss im Labor gesondert angefordert werden.
Die Analyse erfolgt entweder maschinell durch ein Blutbild-Analysegerät oder durch eine manuelle Auszählung. Bei der manuellen Methode wird das Blut auf einem Objektträger ausgestrichen, speziell gefärbt und der prozentuale Anteil der Retikulozyten unter dem Mikroskop ermittelt.
Empfehlungen
Die Quelle formuliert folgende Kernaspekte zur Diagnostik und Interpretation:
Indikation zur Bestimmung
Die Bestimmung der Retikulozyten wird primär zur Abklärung einer Blutarmut (Anämie) herangezogen. Die Höhe des Wertes erlaubt Rückschlüsse auf die Funktion des Knochenmarks als Bildungsort der Erythrozyten.
Interpretation erhöhter Werte
Ein erhöhter Retikulozyten-Wert weist auf eine gesteigerte Nachproduktion hin. Dies findet sich typischerweise bei:
-
Zustand nach akuten oder chronischen Blutverlusten (z. B. Darmblutungen, Verletzungen)
-
Hämolyse (vermehrter Abbau der roten Blutkörperchen, z. B. bei Malaria oder angeborenen Hämoglobin-Erkrankungen wie Sichelzellenanämie)
Interpretation erniedrigter Werte
Ein erniedrigter Retikulozyten-Wert deutet auf eine Störung der Blutbildung im Knochenmark hin. Mögliche Ursachen sind:
-
Eisenmangel (häufigste Anämieform)
-
Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure
-
Mangel des Nierenhormons Erythropoetin (renale Anämie)
-
Leukämie
Referenzwerte
Die Quelle gibt folgende Referenzwerte für die Retikulozyten im Blut an. Für Neugeborene gelten abweichende Normalwerte.
| Personengruppe | Alter | Referenzbereich | Einheit |
|---|---|---|---|
| Männer | bis 18 Jahre | 0,5–1,5 | % |
| Männer | über 18 Jahre | 0,5–1,5 | % |
| Frauen | bis 18 Jahre | 0,5–1,5 | % |
| Frauen | über 18 Jahre | 0,5–1,5 | % |
💡Praxis-Tipp
Es wird darauf hingewiesen, dass die Retikulozyten-Bestimmung nicht automatisch Teil des Standard-Blutbildes ist, sondern als Spezialuntersuchung gesondert angefordert werden muss. Zudem wird betont, dass bei einer Anämie insbesondere herzkranke Menschen durch den potenziellen Sauerstoffmangel gefährdet sind.
Häufig gestellte Fragen
Retikulozyten sind junge, frisch im Knochenmark gebildete rote Blutkörperchen. Ihre Anzahl im Blut zeigt an, ob das Knochenmark ausreichend neue Erythrozyten produziert.
Laut der Quelle steigen die Retikulozyten an, wenn der Körper vermehrt rote Blutkörperchen nachbildet. Dies ist typischerweise nach Blutungen oder bei einem gesteigerten Blutabbau (Hämolyse) der Fall.
Ein erniedrigter Wert weist auf eine gestörte Blutbildung im Knochenmark hin. Häufige Ursachen hierfür sind Eisenmangel, Vitamin-B12-Mangel oder Erkrankungen wie Leukämie.
Die Bestimmung erfolgt entweder maschinell über ein Blutbild-Analysegerät oder manuell. Bei der manuellen Methode wird ein spezieller Blutausstrich angefertigt und der prozentuale Anteil unter dem Mikroskop ausgezählt.
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Quelle: Laborwert: Retikulozyten (RETR) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.