Laborwert Bilirubin (BIL): Gesundheit.gv.at

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Dieser Artikel fasst die Informationen des österreichischen Gesundheitsportals (Gesundheit.gv.at) zum Laborwert Bilirubin (BIL) zusammen. Bilirubin ist ein Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin.

Beim Abbau roter Blutkörperchen durch Fresszellen in Milz, Leber und Knochenmark wird der Häm-Anteil in Bilirubin umgewandelt. Da dieses unkonjugierte Bilirubin wasserunlöslich ist, wird es im Blut an Albumin gebunden transportiert und als indirektes Bilirubin bezeichnet.

In der Leber erfolgt die Bindung an Glucuronsäure. Dadurch entsteht das wasserlösliche, direkte Bilirubin, welches über die Galle in den Darm ausgeschieden wird. Dort wird es zu Urobilinogen und Stercobilin abgebaut, was dem Stuhl seine typische gelbbraune Farbe verleiht.

Empfehlungen

Die Quelle beschreibt verschiedene klinische Konstellationen, die zu einer Erhöhung des Bilirubins und damit zu einer Gelbsucht (Ikterus) führen können.

Indikation zur Differenzierung

Laut dem Gesundheitsportal finden sich direktes Bilirubin und Urobilinogen normalerweise nur in Spuren im Blut. Es wird darauf hingewiesen, dass eine spezifische Messung des direkten Bilirubins im Blut erst bei einer Erhöhung des Gesamtbilirubins auf über 2 mg/dL diagnostisch sinnvoll ist.

Ursachen für erhöhte Bilirubinwerte

Eine Hyperbilirubinämie kann laut Text durch drei primäre Mechanismen entstehen:

  • Hämolyse (vermehrte Zerstörung roter Blutkörperchen): Ursächlich können Fehltransfusionen, Vitamin-B12- oder Folsäuremangel, Neugeborenengelbsucht sowie Hämoglobinopathien (wie Thalassämie oder Sichelzellenanämie) sein.

  • Lebererkrankungen: Hierzu zählen angeborene Stoffwechselstörungen wie Morbus Meulengracht, Hepatitiden, Leberzirrhose und Lebertumore.

  • Cholestase (Störung des Gallenflusses): Eine Behinderung des Abflusses, beispielsweise durch Gallensteine, führt zu einem Rückstau. Bei einer Cholestase sind typischerweise auch die Laborwerte Gamma-GT (GGT) und Alkalische Phosphatase (AP) erhöht.

Referenzwerte für Gesamtbilirubin

Die angegebenen Referenzwerte dienen als Orientierungshilfe. Die Interpretation muss stets im klinischen Zusammenhang erfolgen.

PatientengruppeReferenzwertEinheit
Männer (alle Altersgruppen)≤ 1,0mg/dL
Frauen (alle Altersgruppen)≤ 1,0mg/dL
Reife Neugeborene≤ 8,0mg/dL
Unreife Neugeborene≤ 15,0mg/dL
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💡Praxis-Tipp

Ein wichtiger Hinweis aus dem Text betrifft die stufenweise Labordiagnostik. Die Bestimmung des direkten (konjugierten) Bilirubins wird erst empfohlen, wenn das Gesamtbilirubin einen Wert von 2 mg/dL überschreitet, da direkte Fraktionen bei gesunden Personen ohnehin nur in Spuren im Blut vorkommen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Quelle ist die Messung des direkten Bilirubins im Blut erst dann sinnvoll, wenn das Gesamtbilirubin einen Wert von 2 mg/dL überschreitet. Darunter finden sich meist nur Spuren der direkten Fraktion im Blut.

Indirektes Bilirubin ist wasserunlöslich und zirkuliert an Albumin gebunden im Blut. In der Leber wird es an Glucuronsäure gebunden, wodurch es wasserlöslich wird und als direktes Bilirubin über die Galle ausgeschieden werden kann.

Wenn der Gallenabfluss gestört ist, kommt es zu einer Cholestase. Neben dem Bilirubin sind in diesem Fall laut Leitlinientext oft auch die Gamma-GT (GGT) und die Alkalische Phosphatase (AP) erhöht.

Die Referenzwerte unterscheiden sich nach Reifegrad des Kindes. Bei reifen Neugeborenen gilt ein Wert von bis zu 8 mg/dL als Referenz, bei unreifen Neugeborenen darf der Wert bis zu 15 mg/dL betragen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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