Streptokokken A-Schnelltest (STRAA): Gesundheit.gv.at

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf den Informationen von Gesundheit.gv.at zum Streptokokken-A-Schnelltest (STRAA). Beta-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A (Streptococcus pyogenes) sind eine häufige Ursache für Infektionen der oberen Atemwege.

Zu den typischen durch diese Bakterien ausgelösten Erkrankungen zählen Scharlach, Mandelentzündung (Angina tonsillaris) und Rotlauf (Erysipel). Eine rasche Diagnostik ist wichtig, um adäquat behandeln zu können.

Unbehandelt kann es laut Leitlinie zu schweren Folgeerkrankungen kommen. Dazu gehören das rheumatische Fieber, die Glomerulonephritis, Sepsis sowie die Endokarditis.

Empfehlungen

Die Leitlinie von Gesundheit.gv.at liefert folgende Kerninformationen zur Diagnostik und Interpretation:

Diagnostische Methoden

Zum Nachweis einer Infektion mit Streptococcus pyogenes stehen laut Leitlinie verschiedene Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung:

  • Streptokokken-Antigen-Schnelltest aus dem Rachenabstrich

  • Bakterienkultureller Nachweis (Goldstandard für den Beweis)

  • Nachweis von Antistreptolysin-O-Antikörpern (ASLO) im Blut

  • Nachweis von Antistreptokokken DNAse B im Blut

Interpretation des Schnelltests

Ein positiver Schnelltest liefert einen starken Hinweis auf eine Infektion mit beta-hämolysierenden Streptokokken der Gruppe A. Die Leitlinie betont, dass kommerzielle Testsysteme eine gute Sensitivität und Spezifität aufweisen. Für einen definitiven Beweis und eine genaue Identifikation wird jedoch eine Bakterienkultur empfohlen.

Ein negativer Schnelltest schließt eine Infektion nicht sicher aus. Es wird darauf hingewiesen, dass die Bakterienkonzentration unterhalb der Nachweisgrenze liegen kann. Die klinische Interpretation muss stets in Zusammenschau mit den Beschwerden und weiteren Befunden erfolgen.

Klassifikation der Streptokokken

Die Leitlinie teilt Streptokokken nach ihrem Hämolyseverhalten und den Lancefield-Gruppen ein. Folgende Einteilung wird beschrieben:

GruppeErregerbeispielTypische Infektionen
Gruppe AStreptococcus pyogenesScharlach, Angina tonsillaris, Erysipel
Gruppe BStreptococcus agalactiaeHarnwegsinfektionen, Wundinfektionen
Gruppe C, F, GdiverseEitrige Infektionen (oft Mund-/Zahnbereich)
Gruppe DEnterokokkenHarnwegs-, Wund-, Darminfektionen
Ohne GruppePneumokokkenLungenentzündung (Lobärpneumonie)

Therapie

Zur Behandlung von Streptokokkeninfektionen wird der Einsatz von Antibiotika beschrieben. Als eines der wirksamsten Mittel gegen die meisten Streptokokken wird Penicillin genannt.

Um die genaue Wirksamkeit zu ermitteln, kann im Rahmen der Bakterienkultur ein Antibiogramm erstellt werden. Dabei wird die Empfindlichkeit der Erreger gegenüber verschiedenen Antibiotika ausgetestet.

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💡Praxis-Tipp

Ein negativer Streptokokken-Schnelltest schließt eine Infektion mit Streptococcus pyogenes nicht sicher aus, da die Bakterienlast unter der Nachweisgrenze liegen kann. Es wird empfohlen, das Testergebnis immer in Zusammenschau mit den klinischen Beschwerden zu bewerten und bei anhaltendem Verdacht eine Bakterienkultur anzulegen.

Häufig gestellte Fragen

Ein positives Ergebnis liefert laut Leitlinie einen starken Hinweis auf eine Infektion mit Streptokokken der Gruppe A. Für einen definitiven Beweis der Infektion wird jedoch eine Bakterienkultur empfohlen.

Ja, ein negativer Test schließt eine Infektion nicht aus. Die Leitlinie weist darauf hin, dass die Bakterienkonzentration im Abstrich unterhalb der Nachweisgrenze des Tests liegen kann.

Es wird beschrieben, dass es im Anschluss an die Infektion zu Komplikationen wie rheumatischem Fieber oder Glomerulonephritis kommen kann. Auch schwere Verläufe wie eine Sepsis oder Endokarditis sind möglich.

Die Leitlinie nennt Penicillin als eines der wirksamsten Antibiotika gegen die meisten Streptokokken. Bei Bedarf kann die genaue Empfindlichkeit über ein Antibiogramm in der Bakterienkultur ermittelt werden.

Der Referenzwert für den Streptokokken-A-Antigen-Test aus dem Rachenabstrich ist bei allen Altersgruppen und Geschlechtern negativ.

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Quelle: Laborwert: Streptokokken A-Antigen/Rachenabstrich (STRAA) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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