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Krebs bei AYA: Therapie, Fertilität und Nachsorge

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Onkopedia|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Onkopedia-Leitlinie befasst sich mit der Betreuung von an Krebs erkrankten Heranwachsenden und jungen Erwachsenen (Adolescents and Young Adults, AYA) im Alter von 15 bis 39 Jahren. In Deutschland erkranken jährlich etwa 15.000 Menschen dieser Altersgruppe an Krebs.

Die Prognose für AYA-Patienten ist mit einer 15-Jahres-Überlebensrate von etwa 80 Prozent überdurchschnittlich gut. Dennoch unterscheiden sich die medizinischen und psychosozialen Bedürfnisse wesentlich von denen pädiatrischer oder älterer onkologischer Patienten.

Tumorbiologisch weisen Krebserkrankungen in diesem Alter Besonderheiten auf, wobei genetische Risikofaktoren einen höheren Einfluss haben. Zudem befinden sich die Betroffenen in einer komplexen Lebensphase, was besondere Anforderungen an die psychoonkologische Begleitung stellt.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein kritischer Aspekt in der Betreuung junger Krebspatienten ist der rechtzeitige Fertilitätserhalt. Es wird dringend empfohlen, das Risiko einer Infertilität bereits im initialen Aufklärungsgespräch zu thematisieren und die Betroffenen vor Beginn einer Chemo- oder Strahlentherapie an ein reproduktionsmedizinisches Zentrum zu überweisen. Zudem weist die Leitlinie auf das stark erhöhte Mammakarzinomrisiko bei jungen Frauen nach Mediastinalbestrahlung hin, welches eine intensivierte MRT-Früherkennung ab dem 25. Lebensjahr erfordert.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie sind bei Frauen zwischen 15 und 39 Jahren Brustkrebs, das maligne Melanom und Gebärmutterhalskrebs am häufigsten. Bei Männern dieser Altersgruppe dominieren Hodenkrebs und das maligne Melanom.

Die Leitlinie nennt als Optionen die Kryokonservierung von Eizellen oder Ovarialgewebe sowie die Ovariopexie vor einer Bestrahlung. Zusätzlich kann die Gabe von GnRH-Analoga zur Ovarsuppression während einer Chemotherapie erwogen werden.

Eine labile psychische Situation und das Streben nach Unabhängigkeit können die Adhärenz verschlechtern. Es wird empfohlen, die Betroffenen durch partizipative Entscheidungsfindung, klare Kommunikation und den Kontakt zu Gleichaltrigen aktiv einzubinden.

Überlebende haben ein erhöhtes Risiko für kardiale und pulmonale Toxizitäten, endokrine Störungen sowie Zweitneoplasien. Das individuelle Risiko hängt laut Leitlinie stark von der Art und Dosis der durchgeführten Chemo- oder Strahlentherapie ab.

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Quelle: Onkopedia: Heranwachsende und junge Erwachsene (AYA, Adolescents and Young Adults) (Onkopedia).

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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