Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinome: Therapie-Empfehlung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Onkopedia|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Onkopedia-Leitlinie behandelt Plattenepithelkarzinome der Mundhöhle, der Lippe sowie des Oro-, Hypopharynx und Larynx. Diese Entitäten machen etwa 90 Prozent der Kopf-Hals-Karzinome im oberen Aerodigestivtrakt aus.

Etwa 75 Prozent dieser Tumoren sind stark mit Nikotin- und Alkoholkonsum assoziiert. Eine zunehmend wichtige Subgruppe bilden die HPV-assoziierten Tumoren im Oropharynx, die häufiger bei jüngeren Menschen auftreten und eine deutlich bessere Prognose aufweisen als HPV-negative Karzinome.

Die Therapiekonzepte werden zunehmend diversifiziert und erfordern eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit. Moderne Verfahren wie transorale Resektionen, gewebeschonende Bestrahlungstechniken und der Einsatz von Immuntherapien prägen die aktuelle Behandlungslandschaft.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass Cetuximab in der kurativen Radiochemotherapie dem Cisplatin unterlegen ist. Auch bei HPV-negativen Tumoren und bei De-Intensivierungsversuchen von HPV-positiven Oropharynxkarzinomen wird von einem Ersatz des Cisplatins durch Cetuximab abgeraten. Dies ist laut Leitlinie mit einer höheren Rate an lokoregionären Rezidiven und einem geringeren Gesamtüberleben assoziiert.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist p16 als Surrogatmarker für eine HPV-Positivität etabliert. Ein Tumor gilt als positiv, wenn mehr als 70 Prozent der Tumorzellen eine nukleäre und/oder zytoplasmatische Anfärbung in der Immunhistochemie zeigen.

Eine adjuvante Radiochemotherapie wird empfohlen, wenn ein extrakapsuläres Lymphknotenwachstum (ECE+) vorliegt. Ebenso ist sie indiziert, wenn der tumorfreie Resektionsrand weniger als 5 mm beträgt oder eine R1-Resektion vorliegt.

Bei einem PD-L1 CPS ≥ 1 wird Pembrolizumab als Monotherapie oder in Kombination mit Platin und 5-FU empfohlen. Bei fehlender PD-L1-Expression kann gemäß Leitlinie das TPEx- oder EXTREME-Protokoll eingesetzt werden.

Die PET-CT ist der normalen CT bei der Detektion okkulter Lymphknotenmetastasen überlegen. Sie wird laut Leitlinie insbesondere zur Suche nach einem okkulten Primärtumor (CUP-Syndrom) oder zur Entscheidung über eine Neck Dissection nach primärer Radiochemotherapie eingesetzt.

Es wird eine klinische Untersuchung alle 3 Monate in den ersten zwei Jahren und danach alle 6 Monate bis zum fünften Jahr empfohlen. Bei fortgeschrittenen Tumoren sollte ergänzend eine regelmäßige Schnittbildgebung erfolgen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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