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Kardiogener Schock (IKS): Diagnostik, pPCI und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der infarktbedingte kardiogene Schock (IKS) ist die häufigste intrahospitale Todesursache beim akuten Herzinfarkt. Etwa 5 bis 10 Prozent aller Herzinfarktpatienten erleiden akut oder innerhalb der ersten Tage einen kardiogenen Schock.

Klinisch ist das Krankheitsbild durch eine anhaltende Hypotonie sowie Zeichen einer Endorganhypoperfusion gekennzeichnet. Hierzu zählen unter anderem kalte Extremitäten, eine Oligurie sowie ein erhöhter Serumlaktatwert.

Das primäre Behandlungsziel besteht in der raschen Wiederherstellung einer adäquaten Perfusion der Makro- und Mikrozirkulation. Dies erfordert ein sofortiges, simultanes Vorgehen aus Diagnostik, medikamentöser Kreislaufunterstützung und frühestmöglicher Koronarrevaskularisation.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Praxis-Hinweis der Leitlinie betrifft die Thromboseprophylaxe auf der Intensivstation. Da die subkutane Resorption von Medikamenten im kardiogenen Schock durch die Zentralisation stark eingeschränkt und unberechenbar ist, wird dringend empfohlen, Heparin ausschließlich intravenös zu verabreichen. Zudem warnt die Leitlinie explizit vor dem Einsatz von Dopamin als Vasopressor.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt Noradrenalin als Vasopressor der Wahl, um einen mittleren arteriellen Druck von etwa 65 mmHg zu erreichen. Von Dopamin wird aufgrund einer nachgewiesenen höheren Sterblichkeit ausdrücklich abgeraten.

Nein, laut Leitlinie soll im akuten Schockgeschehen ausschließlich die infarktverursachende Läsion ("culprit lesion") mittels PCI behandelt werden. Eine sofortige Mehrgefäß-PCI ist mit einer schlechteren Prognose assoziiert.

Die routinemäßige Implantation einer intraaortalen Ballongegenpulsation (IABP) bei pPCI wird von der Leitlinie nicht mehr empfohlen. Sie kann lediglich bei mechanischen Infarktkomplikationen wie einem Ventrikelseptumdefekt erwogen werden.

Bei Patienten unter 65 Jahren wird eine restriktive Strategie mit einer Transfusion ab einem Hb-Wert unter 7,0 g/dl empfohlen. Bei älteren Patienten ab 65 Jahren sollte ein Hämatokrit-Abfall unter 30 Prozent vermieden werden.

Es wird eine venöse Thromboseprophylaxe mit unfraktioniertem Heparin empfohlen. Diese soll aufgrund der unsicheren Resorption im Schock zwingend intravenös und nicht subkutan erfolgen.

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Quelle: S3-Leitlinie Infarkt-bedingter Kardiogener Schock – Diagnose, Monitoring und Therapie Kurzversion der 2. Auflage der deutsch-österreichischen S3- Leitlinie (DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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