Irreversible Elektroporation: Evidenz bei Bronchitis
Hintergrund
Die chronische Bronchitis ist durch anhaltenden Husten und Auswurf gekennzeichnet und tritt häufig im Rahmen einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) auf. Der IQWiG-Bericht H21-02 (Addendum zum Auftrag H20-03) untersucht die irreversible Elektroporation (IRE) als mögliches Behandlungsverfahren für diese Erkrankung.
Ziel des Berichts war es zu überprüfen, ob neue randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) zur IRE bei chronischer Bronchitis vorliegen. Zuvor hatte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) festgestellt, dass für diese Methode weder ein Nutzen noch eine Schädlichkeit belegt sind.
Diese Zusammenfassung basiert auf den Kernaussagen und dem methodischen Fazit der IQWiG-Nutzenbewertung.
Empfehlungen
Der Bericht formuliert keine klinischen Handlungsempfehlungen, sondern bewertet die aktuelle Studienlage zur Methode:
Methodik der Nutzenbewertung
Das IQWiG suchte systematisch nach Studien, die folgende Einschlusskriterien erfüllen:
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Patienten mit moderater bis schwerer chronischer Bronchitis (mit oder ohne COPD GOLD 1 bis 3), die trotz Therapie symptomatisch bleiben
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IRE als Zusatzbehandlung zur bisherigen leitliniengerechten Therapie
-
Beibehaltung der Standardtherapie als Vergleichsintervention
-
Erfassung patientenrelevanter Endpunkte wie Morbidität, Lebensqualität oder unerwünschte Ereignisse
Ergebnisse der Literaturrecherche
Laut Bericht konnten keine neuen abgeschlossenen oder laufenden Studien identifiziert werden, die für die Fragestellung relevant sind.
Es wird lediglich darauf hingewiesen, dass eine bereits bekannte Untersuchung (RheSolve-Studie) ihren Registerstatus von "geplant" auf "rekrutierend" geändert hat.
Fazit zum therapeutischen Nutzen
Das IQWiG kommt zu dem Schluss, dass für die irreversible Elektroporation bei chronischer Bronchitis weiterhin weder ein Nutzen noch eine Unwirksamkeit oder Schädlichkeit erkennbar ist.
Es fehlen methodisch adäquate Studien, die in naher Zukunft einen entsprechenden Nachweis für die Wirksamkeit oder Sicherheit der Methode liefern könnten.
💡Praxis-Tipp
Da für die irreversible Elektroporation bei chronischer Bronchitis aktuell keine Evidenz bezüglich Nutzen oder Risiken vorliegt, stellt das Verfahren keine Standardtherapie dar. Es wird impliziert, dass betroffene Patienten weiterhin nach den etablierten Leitlinien für chronische Bronchitis und COPD medikamentös und nicht-medikamentös therapiert werden sollten.
Häufig gestellte Fragen
Nein, laut dem aktuellen IQWiG-Bericht ist für diese Methode weder ein therapeutischer Nutzen noch eine Unwirksamkeit belegt. Es fehlen randomisierte kontrollierte Studien, die patientenrelevante Endpunkte untersuchen.
Die Bewertung suchte nach Studien mit Patienten, die an einer moderaten bis schweren chronischen Bronchitis (mit oder ohne COPD GOLD 1 bis 3) leiden. Voraussetzung für den Einschluss war, dass diese Personen trotz leitliniengerechter Therapie symptomatisch bleiben.
Der Bericht erwähnt die sogenannte RheSolve-Studie, deren Status zum Zeitpunkt der Erhebung auf "rekrutierend" stand. Weitere relevante laufende oder abgeschlossene Studien konnten durch das IQWiG nicht identifiziert werden.
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Quelle: IQWiG H21-02: Irreversible Elektroporation bei chronischer Bronchitis - Addendum zum Auftrag H20-03 (IQWiG, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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