IQWiG2015

Bauchaortenaneurysma Screening: IQWiG-Bericht

Diese Leitlinie stammt aus 2015 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2015)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Ein Bauchaortenaneurysma (BAA) ist eine potenziell lebensbedrohliche Erweiterung der Bauchschlagader. Eine Ruptur geht mit einer hohen Mortalität einher, weshalb Maßnahmen zur Früherkennung von großer klinischer Bedeutung sind.

Der vorliegende Bericht S13-04 des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) aus dem Jahr 2015 untersucht den Nutzen eines Ultraschall-Screenings. Der Bericht wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) in Auftrag gegeben.

Ziel der Auswertung war es, die Vorbeugung und Früherkennung durch sonografische Untersuchungen zu bewerten. Diese Zusammenfassung basiert auf den Kernaussagen des IQWiG-Kurzberichts.

Empfehlungen

Der IQWiG-Bericht differenziert den Nutzen des Ultraschall-Screenings auf Bauchaortenaneurysmen stark nach dem Geschlecht.

Nutzen für Männer

Laut IQWiG liegen für Männer eindeutige Belege für den Nutzen eines Ultraschall-Screenings vor. Die Auswertung der Studien zeigt folgende positive Effekte:

  • Niedrigere Sterblichkeit

  • Weniger Rupturen der Bauchaorta

  • Reduktion von Notfall-Operationen

Datenlage bei Frauen

Im Gegensatz zu den männlichen Untersuchten zeigt der Bericht für Frauen keine vergleichbaren Vorteile. Gemäß der IQWiG-Auswertung lassen die vorliegenden Studien keine relevanten Unterschiede durch ein Screening bei Frauen erkennen.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Indikationsstellung zur Früherkennung eines Bauchaortenaneurysmas wird eine geschlechtsspezifische Aufklärung empfohlen. Laut IQWiG-Bericht ist der nachgewiesene Nutzen in Form einer reduzierten Mortalität und weniger Rupturen auf die Gruppe der Männer beschränkt.

Häufig gestellte Fragen

Der IQWiG-Bericht belegt für Männer eine niedrigere Sterblichkeit durch das Ultraschall-Screening. Zudem treten weniger Rupturen auf und es sind seltener Notfall-Operationen erforderlich.

Laut der IQWiG-Auswertung zeigen die Studien für Frauen keine relevanten Unterschiede oder Vorteile durch ein Ultraschall-Screening. Ein Nutzen ist für diese Gruppe durch die Datenlage nicht belegt.

Die Früherkennung und Vorbeugung erfolgt gemäß dem IQWiG-Bericht mittels einer Ultraschalluntersuchung (Sonografie) des Abdomens.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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