IQWiG2005

Evidenzbasierte Patienteninformationen: IQWiG Konzept

Diese Leitlinie stammt aus 2005 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2005)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Konzept des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) aus dem Jahr 2005 beschreibt die methodischen Grundlagen zur Erstellung von Gesundheitsinformationen. Ziel ist es, Bürgern und Patienten qualitativ hochwertige, allgemein verständliche und evidenzbasierte Informationen bereitzustellen.

Die Publikation der erstellten Inhalte erfolgt primär über eine Webseite. Zusätzlich werden benutzerfreundliche Druckversionen als Downloads zur Verfügung gestellt, um eine breite Zugänglichkeit zu gewährleisten.

Das zuständige Ressort unterstützt dabei die Aufträge des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) und des Bundesministeriums für Gesundheit. Darüber hinaus werden Themen aufbereitet, die für Patienten von vorrangigem Interesse sind.

Empfehlungen

Das IQWiG-Konzept definiert klare Vorgaben für die Strukturierung und Erstellung der Informationsmaterialien.

Informationsprodukte

Es werden drei primäre Formate für Gesundheitsinformationen beschrieben:

FormatBeschreibung
Ausführliche InformationenDetaillierte Abschnitte zur Verbesserung des Krankheitsverständnisses
MerkblätterErgänzende Darstellungen zu spezifischen Themen
KurzinformationenAllgemeinverständliche Zusammenfassungen (0,5 bis 2 Seiten)

Zusätzlich werden die Materialien um veranschaulichende Elemente wie Grafiken und Wörterbücher ergänzt.

Förderung der Health Literacy

Ein zentrales Ziel des Konzepts ist der Aufbau und die Erweiterung der Gesundheitskompetenz (Health Literacy) in der Bevölkerung. Dies umfasst laut Dokument:

  • Das Verständnis medizinischer und wissenschaftlicher Informationen, einschließlich evidenzbasierter Medizin (z.B. Risikobegriffe).

  • Die kritische Bewertung von Gesundheitsinformationen.

  • Die Kompetenz bei der Beschaffung zuverlässiger Informationen, der Entscheidungsfindung und der Nutzung von Gesundheitsdienstleistungen.

Methodik und Themenwahl

Für die Erstellung der Patienteninformationen kommen grundsätzlich dieselben evidenzbasierten Methoden zur Anwendung wie im gesamten Institut. In der Regel wird auf publizierte systematische Übersichten zurückgegriffen.

Die Themenauswahl erfolgt systematisch nach einem festgelegten Schema anhand vorläufiger Kriterien. Ziel ist eine unparteiische, transparente und begründete Auswahl.

Einbindung von Gremien und Experten

Das Konzept sieht eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Gremien vor. Dazu gehören die Beratungsgruppe im Kuratorium, der Patienteninformationsausschuss des G-BA sowie der Koordinierungskreis der Patientenvertreter.

Diese Gremien werden in die Themenauswahl, die Entwicklung der Fragestellung und die Stellungnahme zu Manuskripten eingebunden. Zudem erfolgt die Einbeziehung weiterer Experten durch Begutachtungen (Peer-Review) und die Erhebung von Nutzer-Feedback.

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💡Praxis-Tipp

Es ist empfehlenswert, Patienten auf die evidenzbasierten Gesundheitsinformationen des IQWiG hinzuweisen, da diese auf denselben strengen methodischen Standards beruhen wie die wissenschaftlichen Berichte des Instituts. Die Materialien eignen sich besonders gut zur Förderung der Gesundheitskompetenz, da sie gezielt das Verständnis für Risikobegriffe und medizinische Zusammenhänge stärken.

Häufig gestellte Fragen

Das Konzept sieht drei Hauptformate vor: ausführliche Informationen, ergänzende Merkblätter und Kurzinformationen. Letztere umfassen in der Regel 0,5 bis 2 Seiten und fassen wichtige Gesundheitsthemen allgemeinverständlich zusammen.

Die Themenauswahl erfolgt systematisch, transparent und unparteiisch nach festgelegten Kriterien. Dabei werden Aufträge des G-BA und des Gesundheitsministeriums bearbeitet, aber auch Themen von vorrangigem Patienteninteresse priorisiert.

Für die Erstellung werden dieselben evidenzbasierten Methoden angewendet wie für andere IQWiG-Berichte. Es wird in der Regel auf publizierte systematische Übersichten (Reviews) zurückgegriffen.

Ja, das Konzept sieht eine enge Einbindung von Patientenvertretern und entsprechenden Gremien vor. Diese sind unter anderem an der Themenauswahl, der Fragestellung und der Begutachtung von Manuskripten beteiligt.

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Quelle: IQWiG P04-01: Konzept zur Erstellung von Patienteninformationen des IQWiG (IQWiG, 2005). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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