IQWiG2023

Hormonspirale vs. Kupferspirale: IQWiG HTA-Bericht

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der HTA-Bericht des IQWiG (HT21-05) untersucht die Unterschiede zwischen der Hormonspirale und der Kupferspirale zur Empfängnisverhütung. Etwa 10 % der sexuell aktiven Frauen im Alter von 18 bis 49 Jahren nutzen eine dieser beiden Methoden.

Die Hormonspirale gibt kontinuierlich eine geringe Menge Levonorgestrel ab, was die Einnistung befruchteter Eizellen hemmt. Sie wird in die Gebärmutter eingesetzt und kann dort bis zu sechs Jahre verbleiben.

Die Kupferspirale setzt hingegen Kupferionen frei, welche toxisch auf Spermien wirken und ebenfalls die Einnistung stören. Ihre Liegedauer in der Gebärmutter beträgt bis zu fünf Jahre.

Empfehlungen

Der Bericht formuliert folgende zentrale Ergebnisse aus dem Vergleich der beiden Intrauterinpessare:

Wirksamkeit und Sicherheit

Beide Spiralen werden als sehr sichere und lang wirksame Verhütungsmethoden eingestuft. Es wird hervorgehoben, dass die Hormonspirale geringfügig zuverlässiger vor einer Schwangerschaft schützt als die Kupferspirale.

Nebenwirkungen und Blutungsprofil

Der signifikanteste Unterschied zwischen den Methoden betrifft die Auswirkungen auf die Regelblutung. Hinsichtlich anderer Nebenwirkungen wie Schmerzen oder Entzündungen konnten keine klaren Differenzen festgestellt werden.

EigenschaftHormonspiraleKupferspirale
WirkprinzipLevonorgestrel-AbgabeKupfer-Abgabe
LiegedauerBis zu 6 JahreBis zu 5 Jahre
VerhütungsschutzSehr hoch (leicht überlegen)Sehr hoch
RegelblutungHäufig schwächer oder ausbleibendHäufig verstärkt
Kosten (5 Jahre)300 € bis 850 €200 € bis 750 €

Aufklärung und Kosten

Die Entscheidung für ein System hängt maßgeblich von den persönlichen Präferenzen der Anwenderin ab. Es wird eine vollständige und ergebnisoffene Aufklärung gefordert, da beispielsweise das Ausbleiben der Blutung unterschiedlich wahrgenommen wird.

Die initialen Kosten können eine Hürde darstellen, jedoch sind beide Methoden auf Dauer oft kostengünstiger als andere Kontrazeptiva. Bei Frauen unter 22 Jahren übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung den Großteil der Kosten.

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💡Praxis-Tipp

Der Bericht betont, dass das veränderte Blutungsprofil der entscheidende Faktor bei der Beratung ist. Es wird empfohlen, in der Aufklärung explizit zu thematisieren, dass eine Amenorrhö unter der Hormonspirale von einigen Frauen als positiv, von anderen jedoch als beunruhigend empfunden wird.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht sind beide Methoden sehr sichere Verhütungsmittel. Die Hormonspirale bietet jedoch einen geringfügig höheren Schutz vor einer Schwangerschaft als die Kupferspirale.

Für einen Zeitraum von fünf Jahren belaufen sich die Kosten für eine Hormonspirale auf 300 bis 850 Euro. Die Kupferspirale ist mit 200 bis 750 Euro im gleichen Zeitraum tendenziell etwas günstiger.

Die Kupferspirale führt häufig zu einer verstärkten Regelblutung. Unter der Hormonspirale wird die Blutung hingegen oft schwächer oder bleibt vollständig aus.

Bei Frauen unter 22 Jahren übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung den Großteil der Kosten, wobei eine jährliche Zuzahlung von 15 bis 35 Euro anfällt. Ab dem 22. Lebensjahr müssen die Kosten in der Regel vollständig selbst getragen werden.

Der HTA-Bericht fand keine klaren Unterschiede bezüglich Begleit- und Nebenwirkungen wie Schmerzen oder Entzündungen. Auch die Lebensqualität der Anwenderinnen unterschied sich in den Studien nicht signifikant.

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Quelle: IQWiG HT21-05: Empfängnisverhütung: Vergleich von Hormonspirale und Kupferspirale (IQWiG, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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