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Beremagen geperpavec bei DEB: IQWiG-Dossierbewertung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die IQWiG-Dossierbewertung G25-25 befasst sich mit Beremagen geperpavec als sogenanntem Orphan Drug. Das Arzneimittel wird zur Wundbehandlung bei dystropher Epidermolysis bullosa (DEB) eingesetzt.

Die Zielpopulation umfasst Personen ab der Geburt mit Mutationen im Gen für die Alpha-1-Kette von Kollagen Typ VII (COL7A1). Da es sich um ein Medikament für seltene Leiden handelt, gilt der medizinische Zusatznutzen bereits durch die Zulassung als belegt.

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet in diesem Verfahren ausschließlich die Anzahl der betroffenen Personen in der Zielpopulation sowie die zu erwartenden Therapiekosten für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV).

Empfehlungen

Zielpopulation und Patientenzahlen

Das IQWiG schätzt die Anzahl der betroffenen Personen in der GKV-Zielpopulation in Deutschland auf 240 bis 896. Diese Schätzung basiert auf nationalen und internationalen Prävalenzdaten.

Da es sich um eine genetische Erkrankung handelt, wird von einer gleichbleibenden Inzidenz- und Prävalenzrate ausgegangen. Die Anzahl der Betroffenen bleibt laut Bericht voraussichtlich bis zum Jahr 2030 weitgehend konstant.

Therapiekosten und Verbrauch

Die Jahrestherapiekosten sind laut Dossierbewertung patientenindividuell unterschiedlich. Der tatsächliche Verbrauch richtet sich nach dem Ausmaß der behandlungsbedürftigen Wunden.

Auf Basis der maximalen wöchentlichen Gesamtdosis und des Verwurfs je Anwendung berechnet das IQWiG folgende theoretische Obergrenzen:

  • Maximaler Jahresverbrauch: 52,1 Durchstechflaschen (Suspension und Gel zur Herstellung)

  • Maximale Jahrestherapiekosten pro Person: 1.488.641,84 Euro

  • Zusätzlich notwendige GKV-Leistungen: Keine (gemäß Fachinformation)

Versorgungsanteile und Studien

Ein konkreter Versorgungsanteil lässt sich laut Bericht aufgrund der klinischen Heterogenität der Erkrankung nicht sinnvoll schätzen. Es wird jedoch angenommen, dass Betroffene diesen Therapieansatz gegenüber der bisherigen Best Supportive Care präferieren.

An den zugrunde liegenden klinischen Prüfungen nahmen keine Personen an deutschen Prüfstellen teil (0 Prozent).

Dosierung

Laut Fachinformation wird Beremagen geperpavec wöchentlich auf die Wunden appliziert, bis diese sich geschlossen haben. Dabei ist die Behandlung auf eine maximale wöchentliche Gesamtdosis beschränkt.

ArzneimittelAnwendungMaximaler JahresverbrauchMaximale Jahrestherapiekosten
Beremagen geperpavecWöchentlich auf Wunden52,1 Durchstechflaschen1.488.641,84 €

Kontraindikationen

Laut Bericht wird nicht davon ausgegangen, dass Personen aufgrund von Überempfindlichkeiten gegenüber dem Wirkstoff oder dem Trägergel von der Behandlung mit Beremagen geperpavec ausgeschlossen werden müssen.

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💡Praxis-Tipp

Da der Verbrauch von Beremagen geperpavec stark vom individuellen Ausmaß der Wunden abhängt, lässt sich keine pauschale Dosierung festlegen. Es wird im Bericht darauf hingewiesen, dass aufgrund der begrenzten Haltbarkeit nach Anbruch ein Verwurf je Anwendung einkalkuliert werden muss, was die tatsächlichen Therapiekosten maßgeblich beeinflusst.

Häufig gestellte Fragen

Das Medikament ist zur Wundbehandlung bei Personen ab der Geburt mit dystropher Epidermolysis bullosa (DEB) zugelassen. Voraussetzung ist laut IQWiG eine nachgewiesene Mutation im Gen für die Alpha-1-Kette von Kollagen Typ VII (COL7A1).

Die Jahrestherapiekosten variieren stark je nach Wundausmaß und individuellem Verbrauch. Das IQWiG berechnet auf Basis der maximalen wöchentlichen Dosis eine theoretische Obergrenze von rund 1,49 Millionen Euro pro Jahr.

Die IQWiG-Dossierbewertung geht von 240 bis 896 betroffenen Personen in der GKV-Zielpopulation aus. Diese Zahl wird voraussichtlich bis zum Jahr 2030 weitgehend konstant bleiben.

Die Suspension und das Gel werden wöchentlich auf die behandlungsbedürftigen Wunden aufgetragen. Die Applikation erfolgt laut Bericht so lange, bis sich die Wunden geschlossen haben, wobei eine maximale Wochendosis zu beachten ist.

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Quelle: IQWiG G25-25: Beremagen geperpavec (dystrophe Epidermolysis bullosa) – Bewertung gemäß § 35a Abs. 1 Satz 11 SGB V (IQWiG, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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