IQWiG2024Neurologie

Transkutane Vagusnervstimulation: Indikation & Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des IQWiG (E16-03) bewertet das Potenzial der transkutanen Vagusnervstimulation (t-VNS) bei pharmakoresistenter Epilepsie. Die Methode richtet sich an Betroffene, für die ein epilepsiechirurgischer Eingriff nicht infrage kommt oder die diesen ablehnen.

Bei der t-VNS handelt es sich um eine nichtinvasive Alternative zur chirurgisch implantierten Vagusnervstimulation (VNS). Die Stimulation erfolgt über eine Ohrelektrode am aurikulären Ast des Vagusnervs und wird als Add-on-Therapie zur medikamentösen Behandlung eingesetzt.

Ziel der Bewertung war es zu prüfen, ob die t-VNS im Vergleich zu bestehenden Versorgungsstandards einen patientenrelevanten Nutzen aufweist. Dabei wurde die Zielpopulation in zwei separate Fragestellungen unterteilt.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der Aufklärung über die transkutane Vagusnervstimulation ist strikt zwischen den Patientengruppen zu differenzieren. Während bei Kontraindikationen gegen eine invasive VNS ein therapeutisches Potenzial der t-VNS als Add-on zur Pharmakotherapie besteht, fehlt für den direkten Ersatz einer indizierten invasiven VNS durch die transkutane Variante derzeit jegliche vergleichende Evidenz.

Häufig gestellte Fragen

Die t-VNS ist eine nichtinvasive Methode, bei der der aurikuläre Ast des Vagusnervs über eine Ohrelektrode stimuliert wird. Sie wird laut IQWiG-Bericht als Add-on-Therapie zur medikamentösen Behandlung eingesetzt.

Die Methode richtet sich an Personen mit pharmakoresistenter Epilepsie, für die ein epilepsiechirurgischer Eingriff nicht infrage kommt oder die diesen ablehnen. Ein Potenzial wird insbesondere gesehen, wenn zusätzlich eine invasive VNS kontraindiziert ist oder abgelehnt wird.

Dazu liegen laut Bewertungsgrundlage keine ausreichenden Daten vor. Ein direkter oder indirekter Vergleich zwischen der transkutanen und der invasiven Vagusnervstimulation war mangels Studien nicht möglich.

In den bewerteten Studien wurden unerwünschte Ereignisse wie Kopfschmerzen, Nasopharyngitis, Ohrenschmerzen und Schwindel berichtet. Die Gesamtschau deutet jedoch nicht auf einen höheren Schaden durch die Methode im Vergleich zur Kontrollgruppe hin.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: IQWiG E16-03 : Transkutane Vagusnervstimulation bei pharmakoresistenter Epilepsie (IQWiG, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.