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Proteomanalyse bei diabetischer Nephropathie: IQWiG

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KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2015)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Abschlussbericht D13-01 des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) aus dem Jahr 2015 untersucht die Wertigkeit der Proteomanalyse im Urin. Zielgruppe der Bewertung sind Personen mit Diabetes mellitus und begleitendem arteriellem Hypertonus.

Im Fokus der Untersuchung steht die Früherkennung einer diabetischen Nephropathie (DNP). Es wird evaluiert, ob eine diagnostisch-therapeutische Strategie mit Proteomanalyse der konventionellen Diagnostik ohne diese Methode überlegen ist.

Zu den untersuchten patientenrelevanten Endpunkten zählen unter anderem die Gesamtmortalität, kardiovaskuläre Ereignisse sowie das Eintreten einer terminalen Niereninsuffizienz. Auch die gesundheitsbezogene Lebensqualität, stationäre Behandlungen und unerwünschte Ereignisse wurden in die systematische Literatursuche einbezogen.

Empfehlungen

Der Bericht formuliert folgende zentrale Ergebnisse zur Nutzenbewertung:

Fehlende Evidenz zum Patientennutzen

Laut IQWiG-Bericht konnte keine Studie identifiziert werden, die für die Fragestellung der Nutzenbewertung relevant ist. Der patientenrelevante Nutzen oder Schaden einer diagnostisch-therapeutischen Strategie mit Anwendung der Proteomanalyse ist daher unklar.

Diagnostische und prognostische Güte

Die Bewertung der Testgüte führte zu folgenden Resultaten:

  • Die diagnostische Güte der Proteomanalyse konnte nicht bewertet werden.

  • Als Grund wird das Fehlen eines gültigen Referenztests für den indikationsgemäß frühen Zeitpunkt der Untersuchung genannt.

  • Auch die prognostische Güte der Methode verbleibt aufgrund fehlender geeigneter Studien im unklaren Bereich.

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💡Praxis-Tipp

Der IQWiG-Bericht zeigt auf, dass der klinische Nutzen der Urin-Proteomanalyse zur Früherkennung der diabetischen Nephropathie bislang nicht durch Studien belegt ist. Es wird darauf hingewiesen, dass für den frühen Einsatzzeitpunkt dieser Methode aktuell kein gültiger Referenzstandard existiert. In der Praxis stützt sich die Diagnostik daher weiterhin auf die etablierten konventionellen Verfahren.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ist der patientenrelevante Nutzen der Proteomanalyse im Urin aktuell unklar. Es konnten keine geeigneten Studien identifiziert werden, die einen Vorteil gegenüber der konventionellen Diagnostik belegen.

Die prognostische Güte der Methode zur Früherkennung ist laut Bericht unklar. Es fehlen entsprechende Studien, um diese Frage abschließend zu beantworten.

Der Bericht stellt fest, dass für den sehr frühen Zeitpunkt, an dem die Proteomanalyse eingesetzt werden soll, kein gültiger Referenztest existiert. Daher war eine methodische Bewertung der diagnostischen Genauigkeit nicht möglich.

Die Untersuchung fokussierte sich auf patientenrelevante Endpunkte wie Gesamtmortalität, terminale Niereninsuffizienz und kardiovaskuläre Morbidität. Auch die gesundheitsbezogene Lebensqualität und stationäre Behandlungen wurden als Kriterien herangezogen.

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Quelle: IQWiG D13-01: Proteomanalyse im Urin zur Erkennung einer diabetischen Nephropathie bei Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus und arteriellem Hypertonus (IQWiG, 2015). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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