Magenkarzinom (HER2-): Tislelizumab und Zusatznutzen
Hintergrund
Der vorliegende Bericht fasst die IQWiG-Nutzenbewertung zu Tislelizumab aus dem Jahr 2025 zusammen.
Das Medikament wird in Kombination mit einer platin- und fluoropyrimidinbasierten Chemotherapie zur Erstlinienbehandlung des lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Magenkarzinoms eingesetzt.
Die Zulassung umfasst HER2-negative Adenokarzinome des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs (GEJ). Voraussetzung ist eine PD-L1-Expression des Tumors mit einem TAP-Score (Tumour Area Positivity) von mindestens 5 %.
💡Praxis-Tipp
Der IQWiG-Bericht verdeutlicht eine wichtige diagnostische Diskrepanz: Während die Zulassung von Tislelizumab einen TAP-Score von ≥ 5 % fordert, richtet sich die Wahl der Vergleichstherapie nach dem CPS-Score. Da ein TAP-Score ≥ 5 % in 95 % der Fälle mit einem CPS ≥ 1 einhergeht, ist eine Konstellation von TAP ≥ 5 % bei gleichzeitigem CPS < 1 in der klinischen Praxis eine absolute Ausnahme.
Häufig gestellte Fragen
Die empfohlene Dosis beträgt 200 mg als intravenöse Infusion alle 3 Wochen. Die erste Infusion sollte über 60 Minuten laufen, Folgedosen können bei guter Verträglichkeit in 30 Minuten verabreicht werden.
Laut Zulassung muss der Tumor eine PD-L1-Expression mit einem TAP-Score (Tumour Area Positivity) von mindestens 5 % aufweisen. Der Nachweis sollte mit einem validierten Test erfolgen.
Laut der IQWiG-Nutzenbewertung 2025 ist ein Zusatznutzen nicht belegt. Der Hersteller legte keine Studiendaten vor, die einen direkten Vergleich mit der vom G-BA geforderten zweckmäßigen Vergleichstherapie ermöglichen.
Bei Verdacht auf immunvermittelte Nebenwirkungen wird ein Aussetzen der Therapie empfohlen. Je nach Schweregrad sollte eine Behandlung mit Kortikosteroiden eingeleitet werden.
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Quelle: IQWiG A24-131: Tislelizumab (Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs, HER2-negativ) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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