IQWiG2016Pneumologie

Aclidiniumbromid bei COPD: Therapie und Zusatznutzen

Diese Leitlinie stammt aus 2016 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2016)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des IQWiG bewertet den Zusatznutzen von Aclidiniumbromid als bronchodilatatorische Dauertherapie zur Befreiung von Symptomen bei Erwachsenen mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD).

Für die Bewertung wurden die Patienten anhand der Schweregrade und der Exazerbationshäufigkeit in zwei Gruppen unterteilt. Die erste Gruppe umfasst Patienten ab einem mittleren Schweregrad (Schweregrad II) sowie Patienten mit höheren Schweregraden (≥ III), die weniger als zwei Exazerbationen pro Jahr aufweisen.

Die zweite Gruppe besteht aus Patienten mit schweren bis sehr schweren Verläufen (Schweregrad ≥ III), die zwei oder mehr Exazerbationen pro Jahr erleiden. Als zweckmäßige Vergleichstherapie diente in den vorgelegten Studien Formoterol für die erste Gruppe, während für die zweite Gruppe Tiotropium in Kombination mit inhalativen Kortikosteroiden (ICS) vorgesehen war.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Bericht ist Aclidiniumbromid ausschließlich als Dauertherapie vorgesehen und eignet sich nicht als Notfallmedikation bei akuten Bronchospasmen. Zudem wird zur besonderen Vorsicht bei Patienten geraten, die in den vergangenen sechs Monaten einen Myokardinfarkt erlitten haben oder an schweren kardiovaskulären Begleiterkrankungen leiden.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ist ein beträchtlicher Zusatznutzen für Patienten mit COPD-Schweregrad III und weniger als zwei Exazerbationen pro Jahr belegt. Für Patienten mit Schweregrad II oder mit häufigeren Exazerbationen ist ein Zusatznutzen mangels positiver Effekte oder fehlender Daten nicht belegt.

Für Patienten mit mittlerem Schweregrad oder schwerer COPD mit seltenen Exazerbationen wurde Formoterol als Vergleichstherapie herangezogen. Bei Patienten mit häufigen Exazerbationen (≥ 2 pro Jahr) sieht der G-BA Tiotropium in Kombination mit inhalativen Kortikosteroiden vor.

Der Bericht weist darauf hin, dass Aclidiniumbromid nicht bei Asthma angewendet werden sollte. Es liegen hierzu keine klinischen Studien vor.

Das Medikament sollte bei Patienten mit kürzlichem Myokardinfarkt, instabiler Angina Pectoris oder kürzlich diagnostizierten Arrhythmien mit Vorsicht angewendet werden. Auch bei einer kürzlichen Krankenhauseinweisung wegen Herzinsuffizienz (NYHA III/IV) wird laut Bericht zur Vorsicht geraten.

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Quelle: IQWiG A15-45: Aclidiniumbromid - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2016). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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