IQWiG2011Neurologie

Memantin bei Alzheimer-Demenz: Indikation und Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2011 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2011)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) aus dem Jahr 2011 bewertet den Nutzen von Memantin bei Alzheimer-Demenz. Ziel der Untersuchung war der Vergleich einer langfristigen Behandlung mit Placebo sowie mit anderen medikamentösen oder nichtmedikamentösen Therapieoptionen.

Alzheimer-Demenz ist eine neurodegenerative Erkrankung, die zu einem fortschreitenden Verlust der kognitiven Fähigkeiten und der Alltagskompetenz führt. Memantin ist ein Antidementivum, das bei moderaten bis schweren Verlaufsformen der Erkrankung eingesetzt wird.

Die Bewertung basiert auf einer systematischen Literaturrecherche randomisierter kontrollierter Studien mit einer Laufzeit von mindestens 16 Wochen. Es wurden sowohl Monotherapien als auch Kombinationstherapien (Add-on zu Cholinesterasehemmern) bei Patienten mit moderater bis schwerer Alzheimer-Demenz untersucht.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut IQWiG-Bericht sollte bei der Verordnung von Memantin berücksichtigt werden, dass die in Studien gemessenen Verbesserungen der Kognition und Alltagskompetenz sehr gering ausfallen und ihre klinische Relevanz fraglich ist. Zudem wird darauf hingewiesen, dass belastbare Daten für eine Behandlungsdauer von über sechs Monaten fehlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht gibt es keinen Beleg für einen patientenrelevanten Nutzen von Memantin. Dies gilt sowohl für die mittelschwere als auch für die schwere Alzheimer-Demenz.

Die Auswertung zeigt keinen Beleg für einen Nutzen, unabhängig davon, ob Memantin als Monotherapie oder als Add-on zu einem Cholinesterasehemmer eingesetzt wird.

In Studien zeigten sich zwar statistisch signifikante Effekte auf die kognitive Leistungsfähigkeit. Die Ausprägung dieser Effekte war jedoch so gering, dass die klinische Relevanz laut Bericht fraglich ist.

Die vorliegenden Daten zu Studienabbrüchen und unerwünschten Ereignissen ergaben keinen Beleg für ein erhöhtes Risiko von Nebenwirkungen im Vergleich zu Placebo.

Der Bericht stellt fest, dass sich alle Aussagen auf einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten beschränken. Es wird darauf hingewiesen, dass aussagekräftige Langzeitstudien fehlen.

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Quelle: IQWiG A05-19C: Memantin bei Alzheimer Demenz (IQWiG, 2011). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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