Invasive pulmonale Aspergillose: Diagnostik & Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Gattung Aspergillus umfasst ubiquitär vorkommende Schimmelpilze, die bei immungeschwächten oder kritisch kranken Patienten eine invasive pulmonale Aspergillose (IPA) oder tracheobronchiale Aspergillose (TBA) auslösen können. Die Letalität auf der Intensivstation ist extrem hoch und wird in Studien mit bis zu 90 Prozent angegeben.

Die Diagnosestellung bei Intensivpatienten ist eine große Herausforderung, da das klinische Bild und die radiologische Bildgebung oft unspezifisch sind. Zudem lassen sich die Kriterien einer gesicherten invasiven Pilzinfektion bei nicht-neutropenischen Patienten nur sehr schwer erfüllen, weshalb die Infektion häufig übersehen wird.

Neben den klassischen Risikofaktoren wie Neutropenie oder hämatologischen Krebserkrankungen rücken zunehmend intensivmedizinische Risikoprofile in den Fokus. Hierzu zählen insbesondere schwere respiratorische Virusinfektionen (Influenza, COVID-19), COPD, ARDS sowie fortgeschrittene Lebererkrankungen.

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💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist die Bestimmung von Beta-D-Glucan (BDG) bei Intensivpatienten zur Diagnostik der Aspergillose ungeeignet, da Candida-Kolonisationen häufig zu falsch-positiven Ergebnissen führen. Stattdessen wird die Bestimmung von Galactomannan (GM) direkt aus der bronchoalveolären Lavage (BAL) empfohlen. Im Serum ist der GM-Test bei nicht-neutropenischen Intensivpatienten oft falsch-negativ.

Häufig gestellte Fragen

Neben klassischen Faktoren wie Neutropenie nennt die Leitlinie schwere Virusinfektionen (Influenza, COVID-19), ARDS, COPD und dekompensierte Leberzirrhose. Auch eine prolongierte Kortikosteroidtherapie erhöht das Risiko für eine invasive Aspergillose deutlich.

Die Leitlinie empfiehlt Isavuconazol oder Voriconazol als Erstlinientherapie. Isavuconazol wird aufgrund eines günstigeren Nebenwirkungs- und Interaktionsprofils in der Intensivmedizin oft als vorteilhaft angesehen.

Ja, laut Leitlinie ist ein therapeutisches Drug Monitoring (TDM) bei Voriconazol dringend erforderlich. Dies liegt an der nicht-linearen Kinetik und der Gefahr von Neuro- und Hepatotoxizität bei Überdosierung.

Die Leitlinie rät von Thoraxübersichtsaufnahmen zur Diagnostik ab, da diese keine ausreichenden Informationen zur Früherkennung liefern. Es wird stattdessen ein Dünnschicht-CT des Thorax empfohlen.

Caspofungin sollte gemäß Leitlinie nicht als Monotherapie eingesetzt werden. Es dient lediglich als Kombinationspartner in der Salvagetherapie oder bei einer empirischen Therapie mit hoher lokaler Azolresistenzrate.

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Quelle: Diagnostik und Therapie der invasiven pulmonalen Aspergillose bei kritisch kranken/intensivpflichtigen Patienten (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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