Illegale Arzneimittel & Fälschungen: PEI-Übersicht

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: PEI (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) dokumentiert Fälle von illegalem Arzneimittelhandel, Diebstählen und Fälschungen im europäischen Raum. Diese Zusammenfassung basiert auf der chronologischen Übersicht des Instituts zu Vorfällen zwischen den Jahren 2014 und 2018.

Im Fokus der Behörden stehen dabei häufig hochpreisige Biologika, monoklonale Antikörper und Impfstoffe, die über den Parallelvertrieb auf den deutschen Markt gelangen. Solche Manipulationen und Diebstähle stellen ein erhebliches Risiko für die Patientensicherheit dar.

Die Übersicht dient der Sensibilisierung von Großhändlern, Apotheken und medizinischem Fachpersonal. Es wird darauf hingewiesen, bei bestimmten Präparaten und Herkunftsländern auf mögliche Unregelmäßigkeiten in der Lieferkette zu achten.

Empfehlungen

Das Paul-Ehrlich-Institut listet spezifische Vorfälle nach Herkunftsländern auf, bei denen der Verdacht auf illegale Vertriebswege oder Manipulationen bestand.

Übersicht betroffener Präparate

Die folgende Tabelle fasst die vom PEI dokumentierten Vorfälle nach Medikament und Herkunftsland zusammen:

MedikamentHerkunftslandArt des Vorfalls
AvastinFrankreich, RumänienVerdacht auf Illegalität, mögliche Manipulation
HerceptinFrankreich, ItalienGefälschte/gestohlene Fläschchen, Rote-Hand-Brief
HumiraPolenMögliche Manipulationen von Chargen
GardasilItalienChargenrückruf bei Parallelhändlern

Onkologika und Biologika

  • Avastin und Herceptin: Das Institut verzeichnete Warnhinweise für Präparate französischen Ursprungs (2018) sowie rumänischen Ursprungs (2014) wegen des Verdachts auf Illegalität.

  • Herceptin (Italien): Laut PEI kam es 2014 zu einem Rote-Hand-Brief aufgrund von gestohlenen und gefälschten Fläschchen im Handel.

  • Humira (Polen): Es wurde 2015 vor möglichen Manipulationen von einigen Chargen polnischen Ursprungs gewarnt.

Impfstoffe und Parallelhandel

  • Gardasil: Das PEI dokumentiert für das Jahr 2014 Chargenrückrufe für den HPV-Impfstoff aus Italien.

  • Betroffen waren hierbei spezifisch Reimporte der Parallelhändler "Pharmawesten GmbH" und "CC Pharma GmbH".

  • Allgemeine Warnungen: Die italienischen und spanischen Behörden meldeten mehrfach weitreichende Untersuchungen zu illegalen und gestohlenen Arzneimitteln im Parallelvertrieb.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Anwendung von hochpreisigen Reimporten, insbesondere bei Onkologika wie Herceptin oder Avastin, wird eine genaue Sichtprüfung der Sekundär- und Primärverpackung auf Manipulationsspuren empfohlen. Laut PEI-Berichten gelangen gestohlene oder gefälschte Chargen häufig über den europäischen Parallelvertrieb in die reguläre Lieferkette.

Häufig gestellte Fragen

Laut den Berichten des PEI sind oft hochpreisige Biologika und Onkologika wie Herceptin, Avastin und Humira sowie Impfstoffe wie Gardasil betroffen. Diese werden nach Diebstählen im Ausland häufig manipuliert und reimportiert.

Das PEI informierte über gestohlene und gefälschte Fläschchen des Krebsarzneimittels Herceptin italienischen Ursprungs. Diese waren illegal in den regulären Handel gelangt.

Die Dokumentation des PEI zeigt, dass gestohlene oder manipulierte Arzneimittel aus Ländern wie Italien, Rumänien oder Spanien oft über Parallelhändler und Reimporteure auf den deutschen Markt gebracht werden.

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Quelle: Informationen zu illegalen Arzneimitteln in PEI-Zuständigkeit (PEI, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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