RKI/STIKO2026Infektiologie

Influenza- & Gelbfieber-Impfung: Indikation/Sicherheit

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: RKI/STIKO (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Robert Koch-Institut (RKI) und die Ständige Impfkommission (STIKO) thematisieren in dieser Mitteilung zwei wesentliche impfpräventive Schwerpunkte. Zum einen wird die Bedeutung der Influenza-Impfung für Beschäftigte im Gesundheitswesen hervorgehoben.

Zum anderen nimmt die STIKO Stellung zu seltenen, aber schweren Nebenwirkungen der Gelbfieber-Impfung. Hintergrund sind internationale Berichte über Einzelfälle von multiplem Organversagen nach Verabreichung des Lebendimpfstoffes.

Trotz dieser Berichte wird betont, dass das Risiko einer natürlichen Gelbfieber-Infektion in Endemiegebieten die Risiken der Impfung deutlich übersteigt. Die Mitteilung zielt darauf ab, die Indikationsstellung in der Praxis zu schärfen.

Empfehlungen

Die Mitteilung formuliert folgende Kernempfehlungen für die Praxis:

Influenza-Impfung bei medizinischem Personal

Die STIKO empfiehlt die jährliche Influenza-Impfung für medizinisches und pflegerisches Personal nachdrücklich. Laut Mitteilung dient dies nicht nur dem Eigenschutz, sondern vor allem dem Schutz vulnerabler Patientengruppen vor nosokomialen Infektionen.

Um die Impfquoten in Kliniken und Pflegeheimen zu steigern, werden folgende Maßnahmen vorgeschlagen:

  • Durchführung konzertierter Aktionen unter Einbindung von Einrichtungsleitung und Hygienebeauftragten

  • Angebot spezieller Impftage für die Belegschaft

  • Aktiv aufsuchendes Impfen durch Betriebsärzte, beispielsweise mittels mobiler Impfteams

Indikationsstellung der Gelbfieber-Impfung

Aufgrund neuartiger Berichte über schwere Komplikationen fordert die STIKO eine strenge Indikationsstellung für die Gelbfieber-Impfung. Es wird empfohlen, die Notwendigkeit der Impfung stets gegen das individuelle Expositionsrisiko abzuwägen.

Bei asymptomatischen HIV-Infizierten kann die Impfung unter strenger Indikationsstellung erfolgen. Dabei ist laut STIKO jedoch mit einer reduzierten Immunantwort zu rechnen.

Koadministration und Abstände

Die Gelbfieber-Impfung kann gemäß den Vorgaben simultan mit anderen Impfstoffen verabreicht werden.

Wird sie nicht zeitgleich gegeben, wird zu anderen Lebendimpfstoffen ein Abstand von vier Wochen empfohlen.

Kontraindikationen

Die STIKO formuliert klare Kontraindikationen und Warnhinweise für die Gelbfieber-Impfung:

  • Symptomatische HIV-Infektion: Die Impfung ist bei diesen Personen strikt kontraindiziert.

  • Schwangerschaft: Gilt als generelle Kontraindikation für alle Lebendimpfstoffe. Ausnahmen sind laut STIKO nur bei extrem hohem, unmittelbarem Expositionsrisiko denkbar.

  • Hühnereiweißallergie: Bei einer Vorgeschichte von schweren allergischen Reaktionen (wie Urtikaria, Hypotonie oder Atemnot) nach oraler Aufnahme von Hühnereiweiß ist vor der Impfung zwingend eine Intrakutantestung durchzuführen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein wesentlicher Hinweis der Publikation betrifft die unbemerkte Übertragung von Influenzaviren durch medizinisches Personal. Laut RKI können auch asymptomatisch infizierte oder sich in der Inkubationszeit befindliche Mitarbeiter das Virus an vulnerable Patienten weitergeben. Es wird daher betont, dass die Impfung des Personals ein entscheidender Faktor zur Senkung der Mortalität in Alten- und Pflegeheimen ist.

Häufig gestellte Fragen

Laut RKI schützt die Impfung nicht nur das Personal selbst, sondern verhindert auch die Übertragung auf Risikopatienten. Ungeimpfte Mitarbeiter können das Virus auch ohne eigene Symptome in die Einrichtungen eintragen.

Die STIKO gibt an, dass asymptomatische HIV-Infizierte unter strenger Indikationsstellung geimpft werden können. Bei symptomatischen HIV-Patienten ist die Impfung hingegen strikt kontraindiziert.

Wenn die Impfstoffe nicht simultan verabreicht werden, empfiehlt die Leitlinie einen Abstand von mindestens vier Wochen zu anderen Lebendimpfstoffen.

Bei einer bekannten schweren Allergie gegen Hühnereiweiß wird vor der Impfung eine Intrakutantestung empfohlen. Dies gilt auch für Personen, die auf frühere Gelbfieber-Impfungen allergisch reagiert haben.

Die Schwangerschaft stellt laut STIKO eine Kontraindikation für die Gelbfieber-Impfung dar. Ausnahmen werden nur bei einem extrem hohen und unmittelbaren Expositionsrisiko erwogen.

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Quelle: RKI: mitteilungen (RKI/STIKO, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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