CDC2026

Impfkalender für Kinder: Zeitplan und Indikationen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: CDC (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Schutzimpfung von Kindern und Jugendlichen stellt eine zentrale Säule der primären Prävention in der Pädiatrie dar. Durch einen strukturierten Impfkalender lassen sich schwere Infektionskrankheiten und deren potenziell lebensbedrohliche Komplikationen effektiv verhindern.

Die vorliegende Zusammenfassung basiert auf der Leitlinie der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) aus dem Jahr 2026. Sie bietet eine Übersicht über empfohlene Standardimpfungen, spezifische Indikationsimpfungen für Risikogruppen sowie Impfungen unter gemeinsamer klinischer Entscheidungsfindung.

Empfehlungen

Die CDC-Leitlinie unterteilt die pädiatrischen Impfempfehlungen in verschiedene Kategorien.

Standardimpfungen für alle Kinder

Laut Leitlinie wird eine Grundimmunisierung für alle Kinder gegen folgende Erreger empfohlen:

  • Diphtherie, Tetanus und Pertussis (DTaP für Kinder unter 7 Jahren, Tdap ab 7 Jahren)

  • Haemophilus influenzae Typ b (Hib)

  • Pneumokokken (PCV15, PCV20)

  • Poliomyelitis (IPV für Kinder unter 18 Jahren)

  • Masern, Mumps und Röteln (MMR)

  • Varizellen (VAR)

  • Humanes Papillomavirus (HPV)

Impfungen für spezifische Risikogruppen

Für bestimmte Populationen formuliert die Leitlinie erweiterte Empfehlungen:

  • RSV-Prophylaxe: Eine Dosis wird für alle Kinder empfohlen, deren Mütter nicht geimpft wurden. Eine zweite Dosis ist für Hochrisikokinder (z. B. mit chronischer Lungenerkrankung) im Alter von 8 bis 19 Monaten vorgesehen.

  • Hepatitis B: Eine Impfung wird für Säuglinge empfohlen, deren Mütter positiv auf das Hepatitis-B-Virus getestet wurden oder deren Status unbekannt ist.

  • Meningokokken (ACWY und B): Eine Immunisierung wird für Hochrisikogruppen (z. B. Asplenie, HIV-Infektion), bei Reisen in Endemiegebiete oder bei Ausbrüchen empfohlen.

  • Hepatitis A: Eine Dosis wird bei internationalen Reisen in Gebiete mit hoher oder mittlerer Endemizität empfohlen.

Gemeinsame klinische Entscheidungsfindung

Bei folgenden Impfungen wird laut Leitlinie eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung (Shared Decision-Making) empfohlen:

  • Rotavirus (RV1 oder RV5)

  • COVID-19 und Influenza (jeweils 2 Dosen im ersten Jahr, danach jährlich 1 Dosis)

  • Hepatitis B bei Säuglingen von negativ getesteten Müttern

Komplikationen impfpräventabler Erkrankungen

Die Leitlinie listet spezifische Komplikationen auf, die durch die empfohlenen Impfungen verhindert werden sollen:

ErkrankungMögliche Komplikationen laut Leitlinie
DiphtherieHerzmuskelschwellung, Herzversagen, Koma, Paralyse, Tod
PertussisPneumonie, Tod (besonders gefährlich für Säuglinge)
MasernHirnschwellung, Pneumonie, Tod
MumpsHirnschwellung, schmerzhafte Hoden-/Ovarienschwellung, Taubheit
RötelnBei Schwangeren: Fehl-/Totgeburt, schwere Geburtsfehler
HPVGenitalwarzen, Karzinome (Zervix, Vagina, Penis, Anus, Rachen)
RSVPneumonie, Infektion der kleinen Atemwege

Kontraindikationen

Die Leitlinie formuliert eine strikte Einschränkung für die Dengue-Impfung. Diese wird ausschließlich empfohlen, wenn die Kinder in endemischen Gebieten leben und eine vorherige Dengue-Infektion laborchemisch bestätigt wurde.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie wird bei der Hepatitis-B-Impfung von Säuglingen, deren Mütter nachweislich negativ auf das Virus getestet wurden, ein abweichendes Vorgehen vorgeschlagen. Es wird angeraten, die erste Impfdosis in diesen Fällen nicht vor dem vollendeten zweiten Lebensmonat zu verabreichen. Bei positivem oder unbekanntem mütterlichen Status ist hingegen ein sofortiger Beginn indiziert.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt eine Dosis für alle Kinder, deren Mütter keine RSV-Impfung erhalten haben. Für Hochrisikokinder, beispielsweise mit chronischen Lungenerkrankungen, wird eine zweite Dosis im Alter von 8 bis 19 Monaten empfohlen.

Eine Dengue-Impfung wird laut Leitlinie ausschließlich für Kinder empfohlen, die in Endemiegebieten leben. Zudem muss zwingend eine vorherige Dengue-Infektion laborchemisch bestätigt worden sein.

Gemäß der Leitlinie wird für beide Erreger ein Schema im Rahmen der gemeinsamen klinischen Entscheidungsfindung vorgeschlagen. Dieses sieht zwei Dosen im ersten Lebensjahr und anschließend eine jährliche Auffrischungsdosis vor.

Die Leitlinie empfiehlt die Impfung gegen Meningokokken (ACWY und B) primär für Hochrisikogruppen. Dazu zählen Kinder mit anatomischer oder funktioneller Asplenie, HIV-Infektion sowie Reisende in Endemiegebiete.

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Quelle: Recommended Vaccinations for Children (CDC, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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