IMC-Stationen: Struktur und personelle Anforderungen

Diese Leitlinie stammt aus 2017 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DIVI (2017)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die DIVI-Leitlinie (2017) formuliert Empfehlungen zur Kapazität, Ausstattung und Struktur von Intermediate Care Stationen (IMC) für erwachsene Patienten. Eine IMC nimmt eine Mittelstellung zwischen Normalpflegestation und Intensivtherapiestation (ITS) ein.

Laut Leitlinie ist die IMC für die Überwachung und Behandlung von Patienten mit mäßiger oder potenziell schwerwiegender Instabilität physiologischer Parameter geeignet. Diese Patienten benötigen eine apparative Überwachung und Organunterstützung, jedoch keinen Organersatz.

Die Empfehlungen basieren auf einem interdisziplinären Expertenkonsens, da die wissenschaftliche Evidenz in diesem Bereich spärlich ist. Die Patientensicherheit hat bei der Formulierung der Strukturvorgaben höchste Priorität.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler ist die Nutzung der IMC als Ersatz für eine fehlende Intensivstation. Die Leitlinie warnt davor, Patienten mit Schockgeschehen, akutem Organersatzbedarf oder drohender Intubation auf der IMC zu behandeln, da hierfür die personellen und apparativen Ressourcen nicht ausgelegt sind. Es wird dringend empfohlen, bei alleinstehenden IMC-Stationen ohne eigene ITS ein klares Verlegungskonzept in auswärtige Kliniken vorzuhalten.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt ein Präsenzverhältnis von mindestens einer Pflegekraft für vier Patienten (1:4). Bei höherem Behandlungsaufwand wird eine entsprechend höhere Pflegepräsenz gefordert.

Es wird empfohlen, dass der ärztliche Leiter über die Zusatzweiterbildung Intensivmedizin verfügt. Der Stellvertreter sollte ein Facharzt mit mindestens einjähriger Erfahrung in der Intensivmedizin sein.

Laut Leitlinie muss eine ständige ärztliche Präsenz gewährleistet sein. Der zuständige Arzt oder Bereitschaftsdienst muss innerhalb von maximal 5 Minuten am Patienten sein können.

Für alleinstehende IMC-Stationen empfiehlt die Leitlinie eine Größe von 10 bis 12 Betten. Bei einer kleineren Bettenzahl wird ein Integrations- oder Parallelmodell an einer bestehenden Intensivstation bevorzugt.

Die Leitlinie schließt Patienten mit Endotrachealtubus oder drohender Intubationsnotwendigkeit von der IMC-Behandlung aus. Eine intermittierende Atemunterstützung wie die nicht-invasive Beatmung (NIV) oder High-Flow-Sauerstoffgabe ist jedoch auf der IMC möglich und vorgesehen.

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Quelle: DIVI Empfehlungen zur Ausstattung und Struktur von IMC-Stationen (Langversion 2017) (DIVI, 2017). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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