Hypertensive Schwangerschaftserkrankungen: Screening
Hintergrund
Hypertensive Schwangerschaftserkrankungen, zu denen unter anderem die Präeklampsie und die schwangerschaftsinduzierte Hypertonie zählen, gehören zu den führenden Ursachen für mütterliche Morbidität und Mortalität.
Laut der US Preventive Services Task Force (USPSTF) hat sich die Rate dieser Erkrankungen in den USA in den letzten Jahrzehnten deutlich erhöht. Sie stieg von etwa 500 Fällen pro 10.000 Entbindungen im Jahr 1993 auf 1021 Fälle pro 10.000 Entbindungen in den Jahren 2016 bis 2017.
Um die Vor- und Nachteile einer systematischen Früherkennung zu bewerten, hat die Task Force einen systematischen Review in Auftrag gegeben. Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract der entsprechenden Leitlinie aus dem Jahr 2023.
Empfehlungen
Die USPSTF-Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen zum Screening:
Zielgruppe
Das Screening richtet sich laut Leitlinie an schwangere Personen, bei denen bisher keine Diagnose einer hypertensiven Schwangerschaftserkrankung vorliegt. Ebenso eingeschlossen sind Schwangere ohne vorbestehende chronische Hypertonie.
Screening-Methode
Die Leitlinie empfiehlt das Screening auf hypertensive Erkrankungen bei Schwangeren mittels Blutdruckmessungen (Empfehlungsgrad B).
Es wird empfohlen, diese Blutdruckmessungen durchgehend während der gesamten Schwangerschaft durchzuführen.
Nutzenbewertung
Die USPSTF kommt mit moderater Sicherheit zu dem Schluss, dass das Screening mittels Blutdruckmessung einen erheblichen Nettonutzen ("substantial net benefit") aufweist.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie betont die Wichtigkeit der kontinuierlichen Blutdruckmessung über den gesamten Verlauf der Schwangerschaft, da die Inzidenz hypertensiver Schwangerschaftserkrankungen stark ansteigt. Es wird empfohlen, auch bei initial unauffälligen Werten das Screening bis zur Entbindung konsequent fortzusetzen.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie wird das Screening für alle schwangeren Personen empfohlen, bei denen bisher keine hypertensive Schwangerschaftserkrankung oder chronische Hypertonie diagnostiziert wurde.
Die USPSTF empfiehlt, das Screening durch regelmäßige Blutdruckmessungen durchzuführen. Diese Messungen sollen über die gesamte Dauer der Schwangerschaft erfolgen.
Die Task Force stellt mit moderater Sicherheit fest, dass das Screening mittels Blutdruckmessung einen erheblichen Nettonutzen für die Gesundheit von Mutter und Kind bietet.
Die Leitlinie verweist auf steigende Raten, die sich in den USA von etwa 500 Fällen pro 10.000 Entbindungen (1993) auf über 1000 Fälle pro 10.000 Entbindungen (2016-2017) verdoppelt haben.
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Quelle: Screening for Hypertensive Disorders of Pregnancy: US Preventive Services Task Force Final Recommendation Statement. (USPSTF, 2023). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
Verwandte Leitlinien
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USPSTF: Preeclampsia: Screening and Prevention (Grade B, 2017)
Screening for Gestational Diabetes: US Preventive Services Task Force Recommendation Statement.
Screening for Hypertension in Adults: US Preventive Services Task Force Reaffirmation Recommendation Statement.
Aspirin Use to Prevent Preeclampsia and Related Morbidity and Mortality: US Preventive Services Task Force Recommendation Statement.
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