Hüft-TEP bei Coxarthrose: Indikation und Diagnostik

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Coxarthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung, die mit zunehmendem Alter häufiger auftritt und zu erheblichen Schmerzen sowie Funktionseinschränkungen führt. Im fortgeschrittenen Stadium stellt die Implantation einer Hüfttotalendoprothese (Hüft-TEP) die Therapie der Wahl dar.

Die S3-Leitlinie der AWMF definiert evidenz- und konsensbasierte Kriterien für die Indikationsstellung zur Hüft-TEP. Ziel ist es, eine bedarfsgerechte Patient*innenversorgung sicherzustellen und die Entscheidungsfindung im klinischen Alltag zu standardisieren.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie stellt eine asymptomatische Bakteriurie keine Indikation für eine präoperative Antibiotikagabe dar, da dies das Infektionsrisiko nicht senkt. Zudem wird nachdrücklich empfohlen, nach einer intraartikulären Corticosteroid-Injektion idealerweise drei Monate (mindestens jedoch sechs Wochen) bis zur Hüft-TEP-Implantation zu warten, um das Risiko für periprothetische Infektionen zu minimieren.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt die Operation nur bei einer radiologisch nachgewiesenen, fortgeschrittenen Coxarthrose. Dies entspricht den Stadien 3 oder 4 nach der Kellgren & Lawrence Klassifikation.

Es wird ein konservativer Behandlungsversuch über mindestens drei Monate empfohlen. Dieser sollte zwingend medikamentöse und nicht-medikamentöse Maßnahmen umfassen.

Bei einem BMI ab 30 kg/m² wird präoperativ eine Gewichtsreduktion empfohlen. Ab einem BMI von 40 kg/m² fordert die Leitlinie aufgrund der stark erhöhten Infektionsgefahr eine besonders kritische Nutzen-Risiko-Abwägung.

Es wird empfohlen, nach einer intraartikulären Corticosteroid-Injektion frühestens nach sechs Wochen zu operieren. Idealerweise sollte ein Abstand von drei Monaten eingehalten werden.

Die Leitlinie spricht sich klar gegen eine präoperative Antibiotikatherapie bei einer asymptomatischen Bakteriurie aus. Es gibt keine Evidenz, dass dies das Risiko für Protheseninfektionen senkt.

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Quelle: Evidenz- und konsensbasierte Indikationskriterien zur Hüfttotalendoprothese bei Coxarthrose (EKIT-Hüfte) (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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