HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP): Indikation & Gabe
Hintergrund
Die Präexpositionsprophylaxe (PrEP) ist eine medikamentöse Strategie zur Vorbeugung einer Infektion mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV). Obwohl eine HIV-Infektion heutzutage gut behandelbar ist, bleibt sie unheilbar und zieht erhebliche gesundheitliche Konsequenzen nach sich.
Laut der US Preventive Services Task Force (USPSTF) lebten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung schätzungsweise 1,1 Millionen Menschen in den USA mit HIV. Von den neu diagnostizierten Fällen im Jahr 2017 betrafen 81 Prozent Männer und 19 Prozent Frauen.
Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract der USPSTF-Leitlinie aus dem Jahr 2019. Sie bewertet die Evidenz zum Nutzen und zu den Risiken der PrEP bei Personen mit hohem Infektionsrisiko.
Empfehlungen
Die USPSTF-Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen zur HIV-Prävention:
Indikation zur PrEP
Die Leitlinie empfiehlt, Personen mit einem hohen Risiko für eine HIV-Infektion eine PrEP mit einer wirksamen antiretroviralen Therapie anzubieten (Empfehlungsgrad A).
Medikamentöse Optionen
Zur medikamentösen Prävention wurden laut Leitlinie folgende orale Therapien evaluiert:
-
Tenofovirdisoproxilfumarat als Monotherapie
-
Kombinationstherapie aus Tenofovirdisoproxilfumarat und Emtricitabin
Wirksamkeit und Adhärenz
Es wird betont, dass die PrEP das Risiko einer HIV-Infektion bei Hochrisikopersonen signifikant senkt. Die Leitlinie stellt fest, dass die Wirksamkeit der PrEP stark von der Adhärenz abhängt.
Eine hohe Therapietreue wird als zentraler Faktor beschrieben, um den präventiven Nutzen der Medikamente zu realisieren.
Mögliche Nebenwirkungen
Die Leitlinie ordnet die potenziellen Schäden der PrEP als gering ein. Zu den dokumentierten unerwünschten Wirkungen zählen:
-
Nierenfunktionsstörungen
-
Gastrointestinale Beschwerden
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie betont, dass der präventive Nutzen der PrEP maßgeblich von der konsequenten Einnahme abhängt. Es wird hervorgehoben, dass die Therapieadhärenz zentral für die Wirksamkeit der HIV-Prävention ist und stark mit der Schutzwirkung korreliert.
Häufig gestellte Fragen
Die USPSTF-Leitlinie empfiehlt das Angebot einer PrEP für Personen, die ein hohes Risiko für eine HIV-Infektion aufweisen. Dies wird mit dem höchsten Empfehlungsgrad (Grad A) bewertet.
Laut Leitlinie basiert die orale PrEP auf Tenofovirdisoproxilfumarat. Dieses kann entweder als Monotherapie oder in Kombination mit Emtricitabin eingesetzt werden.
Die Leitlinie stuft die potenziellen Schäden der PrEP insgesamt als gering ein. Es wird jedoch auf mögliche renale und gastrointestinale Nebenwirkungen hingewiesen.
Die Leitlinie stellt eine starke Assoziation zwischen der Adhärenz und der Wirksamkeit der PrEP fest. Eine hohe Therapietreue wird als essenziell beschrieben, um eine HIV-Infektion erfolgreich zu verhindern.
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Quelle: Preexposure Prophylaxis for the Prevention of HIV Infection: US Preventive Services Task Force Recommendation Statement. (USPSTF, 2019). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
Verwandte Leitlinien
Preexposure Prophylaxis to Prevent Acquisition of HIV: US Preventive Services Task Force Recommendation Statement.
Screening for HIV Infection: US Preventive Services Task Force Recommendation Statement.
USPSTF Recommendation: Screening for HIV Infection
StatPearls: Preexposure Prophylaxis for HIV Prevention
Guidance on oral pre-exposure prophylaxis (PrEP) for serodiscordant couples, men and transgender women who have sex with men at high risk of HIV
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