Herzerkrankungen bei Kindern: Sporttauglichkeit

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die S2k-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie (AWMF) behandelt die Sporttauglichkeit von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Herzerkrankungen. Körperliche Aktivität stellt ein zentrales Element des täglichen Lebens dar.

Laut Leitlinie erreichen nur sehr wenige herzkranke Kinder die von der WHO empfohlene tägliche Bewegungszeit. Ziel ist es daher, möglichst vielen Betroffenen die Teilnahme an sportlichen Aktivitäten zu ermöglichen.

Ein generelles Sportverbot ist laut den Autoren nur in sehr wenigen Ausnahmefällen erforderlich. Die Sportanamnese ist im Kindes- und Jugendalter ein obligater Bestandteil der ärztlichen Betreuung.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein wichtiger Hinweis der Leitlinie betrifft die Beurteilung von ventrikulären Extrasystolen (VES) bei Kindern. Es wird betont, dass VES als benigne eingestuft werden können, wenn sie unter körperlicher Belastung verschwinden, im Langzeit-EKG monomorph sind und keine strukturellen Auffälligkeiten in der Echokardiographie bestehen. In diesen Fällen ist eine uneingeschränkte Sportausübung möglich.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie ermutigt ausdrücklich zur sportlichen Aktivität bei Fontan-Patienten, auch im Schulsport. Es wird jedoch von Maximalkraftübungen, Tauchen und kompetitivem Leistungssport abgeraten.

Laut Leitlinie werden Sportarten mit geringem Verletzungsrisiko wie Leichtathletik, Schwimmen oder Gymnastik ausdrücklich empfohlen. Kontaktsportarten und Sportarten mit mittlerem bis hohem Verletzungsrisiko sollen vermieden werden.

Es wird empfohlen, den Sport auf niedrige bis mittlere dynamische Belastungen zu begrenzen. Statische Belastungen sollen aufgrund des damit verbundenen Blutdruckanstiegs vermieden werden.

Die Leitlinie definiert eine ausführliche Anamnese, ein 12-Kanal-Ruhe-EKG sowie eine 2D- und Farbdoppler-Echokardiographie als obligatorische Basisuntersuchungen.

Freizeitsport mit niedriger oder mittlerer Belastung ist in Anlehnung an die Grunderkrankung möglich. Es wird jedoch von intensiven sportlichen Aktivitäten und Kontaktsportarten abgeraten, um eine Beschädigung des Systems zu vermeiden.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: Sport bei angeborenen und erworbenen Herzerkrankungen (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.