Hepatozelluläres Karzinom (HCC): Therapie und Staging

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Onkopedia|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist der häufigste primäre Lebertumor in Deutschland. Als wichtigster Risikofaktor gilt die Leberzirrhose, die hierzulande meist durch übermäßigen Alkoholkonsum oder eine chronische Hepatitis-C-Infektion verursacht wird.

Zunehmend spielen auch die nichtalkoholische Fettlebererkrankung (MASLD) und die nichtalkoholische Fettleberhepatitis (MASH) eine Rolle bei der Entstehung. Ein HCC kann bei diesen Erkrankungen sowie bei chronischer Hepatitis B oder C auch ohne das Vorliegen einer Zirrhose entstehen.

Zur Früherkennung wird bei Risikopatienten ein regelmäßiges Screening empfohlen. Dies verbessert laut Studiendaten die Früherkennungsrate, die Operabilität und das Gesamtüberleben signifikant.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, sich bei der Therapieentscheidung ausschließlich auf das BCLC-Stadium zu verlassen. Es wird betont, dass die individuelle Entscheidung eines multidisziplinären Tumorboards bessere Erfolgsraten erzielen kann als eine rein BCLC-gesteuerte Zuordnung. Zudem wird hervorgehoben, dass auch bei primär nicht kurativ behandelbaren Patienten mit sehr gutem Ansprechen auf eine Systemtherapie eine erneute Vorstellung im Tumorboard zur Prüfung einer sekundären kurativen Therapie erfolgen sollte.

Häufig gestellte Fragen

Die Onkopedia-Leitlinie empfiehlt bei Patienten mit Leberzirrhose ein Screeningprogramm mittels qualifizierter Sonographie alle 6 Monate. Optional kann zusätzlich der AFP-Wert bestimmt werden.

Eine histologische Sicherung ist laut Leitlinie vor Beginn jeder palliativen Therapie zwingend notwendig. In der kurativen Situation wird sie gefordert, wenn das Kontrastmittelverhalten in der Bildgebung unklar bleibt oder keine Leberzirrhose vorliegt.

Bei Patienten im Stadium Child-Pugh A werden bevorzugt Immuntherapie-Kombinationen wie Atezolizumab plus Bevacizumab, Durvalumab plus Tremelimumab oder Nivolumab plus Ipilimumab empfohlen. Bei Kontraindikationen kommen Lenvatinib oder Sorafenib zum Einsatz.

Der Score ist entscheidend für die Therapieauswahl. Während bei Child-Pugh A eine Systemtherapie breit empfohlen wird, ist sie bei Child-Pugh C laut Leitlinie generell nicht indiziert.

Es wird davon abgeraten, eine Systemtherapie über den Zeitpunkt eines nachgewiesenen Therapieversagens hinaus fortzuführen. Stattdessen sollte nach Beschluss der Tumorkonferenz auf eine Zweitlinientherapie umgestellt werden.

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Quelle: Hepatozelluläres Karzinom (HCC) (Onkopedia). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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