NICE2025Psychiatrie

Glücksspielsucht: Screening, Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: NICE (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die NICE-Leitlinie NG248 befasst sich mit der Identifikation, Beurteilung und Behandlung von glücksspielbezogenen Schäden bei Erwachsenen. Sie richtet sich an medizinisches und soziales Fachpersonal sowie an Anbieter von Suchtbehandlungen.

Glücksspielbezogene Schäden umfassen negative Auswirkungen auf die Gesundheit, die Finanzen und die sozialen Beziehungen der Betroffenen. Die Leitlinie betont, dass auch das soziale Umfeld, wie Angehörige und Freunde, stark unter diesen Folgen leiden kann.

Ein zentrales Problem bei der Erkennung und Behandlung ist die Stigmatisierung der Betroffenen. Scham und die Angst vor Verurteilung verhindern oft, dass Menschen frühzeitig Hilfe in Anspruch nehmen.

Empfehlungen

Screening und Identifikation

Die Leitlinie empfiehlt, bei Routineuntersuchungen oder der Erhebung des Substanzkonsums auch nach dem Glücksspielverhalten zu fragen.

Besondere Aufmerksamkeit wird bei Vorliegen von Risikofaktoren wie psychischen Erkrankungen, Substanzabhängigkeit, Obdachlosigkeit oder finanziellen Problemen empfohlen.

Es wird darauf hingewiesen, dass bestimmte Medikamente die Impulskontrolle beeinträchtigen und glücksspielbezogene Schäden begünstigen können. Hierzu zählen beispielsweise Dopaminagonisten bei Parkinson oder Aripiprazol.

Initiale Unterstützung und Risikobewertung

Laut Leitlinie ist das Suizidrisiko bei glücksspielbezogenen Schäden signifikant erhöht, insbesondere unmittelbar nach einer Glücksspiel-Episode.

Es wird empfohlen, Betroffene direkt auf Suizidgedanken anzusprechen und bei akuter Gefährdung eine sofortige Überweisung an psychiatrische Krisendienste zu veranlassen.

Zudem wird geraten, praktische Maßnahmen zur Selbstsperre mit den Betroffenen zu besprechen. Dazu gehören Sperrsoftware, der Ausschluss aus Spielotheken oder die Blockierung von Zahlungen.

Diagnostik

Für die formelle Beurteilung wird die Nutzung validierter Instrumente wie des Problem Gambling Severity Index (PGSI) oder des South Oaks Gambling Screen (SOGS) empfohlen.

Die Anamnese sollte laut Leitlinie folgende Aspekte umfassen:

  • Bisheriger Verlauf und Art des Glücksspiels

  • Finanzielle und soziale Auswirkungen

  • Psychische und physische Begleiterkrankungen

  • Motivation zur Verhaltensänderung

Psychologische Therapie

Als primäre Behandlungsstrategie empfiehlt die Leitlinie die kognitive Verhaltenstherapie (CBT), um die Schwere und Häufigkeit des Glücksspiels zu reduzieren.

Diese sollte idealerweise als Gruppentherapie mit 8 bis 10 Sitzungen angeboten werden.

Falls eine Gruppentherapie nicht möglich oder nicht gewünscht ist, wird eine individuelle CBT mit 6 bis 8 Sitzungen empfohlen.

Unterstützung für Angehörige

Die Leitlinie betont, dass auch Angehörige Zugang zu Unterstützungsangeboten erhalten sollten.

Es wird empfohlen, Techniken zur Stressbewältigung und zur nicht-wertenden Kommunikation mit den Betroffenen zu vermitteln.

Dosierung

Die Leitlinie erwähnt den Off-Label-Einsatz von Naltrexon zur Reduktion der Glücksspielschwere, falls psychologische Therapien nicht ausreichend wirksam waren oder wiederholte Rückfälle aufgetreten sind. Die Einleitung sollte durch einen erfahrenen Spezialisten erfolgen.

MedikamentDosierungIndikation / Anmerkung
NaltrexonInitial: 25 mg 1x täglich für 3 Tage. Erhaltungsdosis: 50 mg 1x täglich für 4 bis 6 Monate.Off-Label-Use bei Therapieversagen der psychologischen Intervention.

Kontraindikationen

Vor Beginn einer Therapie mit Naltrexon wird empfohlen sicherzustellen, dass die betroffene Person keine Opioide einnimmt. Die gleichzeitige Einnahme von Opioiden und Naltrexon ist zu vermeiden.

Zudem wird eine Überprüfung der Nieren- und Leberfunktion vor Therapiebeginn empfohlen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufig übersehener Auslöser für glücksspielbezogene Schäden ist die medikamentöse Therapie mit Dopaminagonisten (z. B. bei Morbus Parkinson) oder Aripiprazol. Die Leitlinie rät dazu, bei auffälligem Glücksspielverhalten stets die aktuelle Medikation auf Substanzen zu prüfen, welche die Impulskontrolle beeinträchtigen können. Zudem wird betont, dass das Suizidrisiko unmittelbar nach einer Glücksspiel-Episode am höchsten ist.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt primär die kognitive Verhaltenstherapie (CBT). Diese sollte bevorzugt als Gruppentherapie in 8 bis 10 Sitzungen durchgeführt werden.

Bei unzureichendem Erfolg der psychologischen Therapie wird der Off-Label-Einsatz von Naltrexon erwähnt. Die Behandlung sollte durch einen Spezialisten eingeleitet und überwacht werden.

Zu den Risikofaktoren zählen laut Leitlinie psychische Erkrankungen, Substanzabhängigkeit (insbesondere Kokain), Obdachlosigkeit und finanzielle Probleme. Auch bestimmte Medikamente, die die Impulskontrolle beeinflussen, können das Risiko erhöhen.

Es wird der Einsatz validierter Fragebögen empfohlen. Hierzu zählen beispielsweise der Problem Gambling Severity Index (PGSI) oder der South Oaks Gambling Screen (SOGS).

Angehörige leiden oft stark unter den Folgen und sollten eigene Unterstützungsangebote erhalten. Wenn beide Seiten zustimmen, wird eine Einbindung der Angehörigen in die Therapie der betroffenen Person empfohlen.

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Quelle: Gambling-related harms (NICE, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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