Vericiguat (Verquvo): Indikation und Therapie bei HFrEF
Hintergrund
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat ein Nutzenbewertungsverfahren nach § 35a SGB V für den Wirkstoff Vericiguat (Handelsname Verquvo) durchgeführt. Das Verfahren wurde im März 2022 mit einem entsprechenden Beschluss zur Arzneimittel-Richtlinie abgeschlossen.
Vericiguat wird im therapeutischen Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt. Der Fokus liegt hierbei auf der medikamentösen Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz.
Bei einer chronischen Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF) kommt es im Krankheitsverlauf häufig zu akuten Verschlechterungen, sogenannten Dekompensationen. Diese erfordern oft eine intensivierte, intravenöse Therapie zur Stabilisierung der Betroffenen, bevor eine angepasste orale Erhaltungstherapie fortgeführt werden kann.
💡Praxis-Tipp
Laut G-BA-Dokumentation ist Vericiguat nicht für die Akutphase einer kardialen Dekompensation vorgesehen. Es wird betont, dass der Einsatz erst nach erfolgreicher klinischer Stabilisierung im Anschluss an eine intravenös behandelte Verschlechterung erfolgt.
Häufig gestellte Fragen
Gemäß G-BA ist Vericiguat für Erwachsene mit symptomatischer, chronischer Herzinsuffizienz und reduzierter Ejektionsfraktion vorgesehen. Voraussetzung ist eine vorherige Stabilisierung nach einem kürzlichen Dekompensationsereignis.
Der Beschluss legt fest, dass die Anwendung erst nach der Stabilisierung der betroffenen Person erfolgt. Das vorangegangene Dekompensationsereignis muss dabei so schwerwiegend gewesen sein, dass es eine intravenöse Therapie erforderte.
Der in der G-BA-Nutzenbewertung geführte Handelsname für den Wirkstoff Vericiguat lautet Verquvo. Das Präparat wird vom pharmazeutischen Unternehmer Bayer Vital GmbH vertrieben.
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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Vericiguat (Herzinsuffizienz, chronische) (G-BA, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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