Diabetes Typ 2: G-BA Nutzenbewertung Sitagliptin/Metformin
Hintergrund
Dieser Artikel basiert auf dem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) aus dem Jahr 2013 zur Nutzenbewertung der Fixkombination Sitagliptin/Metformin (Handelsnamen Janumet®, Velmetia®). Das therapeutische Gebiet umfasst die Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2.
Es wird darauf hingewiesen, dass die in diesem Verfahren gefassten Beschlüsse durch eine Neubewertung nach Fristablauf im Juli 2016 aufgehoben und ersetzt wurden.
Die medikamentöse Kombinationstherapie zielt darauf ab, die Blutzuckerkontrolle bei Personen zu verbessern, bei denen eine Monotherapie oder bisherige Zweifachkombinationen nicht ausreichen. Die Anwendung erfolgt stets ergänzend zu Diät und Bewegung.
Empfehlungen
Das Dokument listet die zugelassenen Anwendungsgebiete gemäß Fachinformation auf. Die Fixkombination wird zusätzlich zu Diät und Bewegung zur Verbesserung der Blutzuckerkontrolle eingesetzt.
Zweifachtherapie
Die Anwendung ist indiziert, wenn eine Monotherapie mit Metformin in der höchsten vertragenen Dosis den Blutzucker nicht ausreichend senkt. Ebenso ist der Einsatz bei Personen möglich, die bereits mit der freien Kombination von Sitagliptin und Metformin behandelt werden.
Dreifachtherapien
Laut G-BA-Dokument ist die Fixkombination auch als Teil einer Dreifachtherapie zugelassen, wenn vorherige Kombinationen in der jeweils höchsten vertragenen Dosis nicht ausreichen:
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In Kombination mit einem Sulfonylharnstoff
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In Kombination mit einem PPARγ-Agonisten (Thiazolidin)
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Zusätzlich zu Insulin, wenn eine stabile Insulindosis und Metformin allein nicht ausreichen
Dosierung
| Therapieform | Kombination mit | Voraussetzung für den Einsatz |
|---|---|---|
| Zweifachtherapie | - | Unzureichende Blutzuckerkontrolle unter Metformin-Monotherapie (Höchstdosis) |
| Umstellung | - | Vorbestehende Behandlung mit freier Kombination aus Sitagliptin und Metformin |
| Dreifachtherapie | Sulfonylharnstoff | Unzureichende Wirkung von Metformin + Sulfonylharnstoff (Höchstdosis) |
| Dreifachtherapie | PPARγ-Agonist (Thiazolidin) | Unzureichende Wirkung von Metformin + PPARγ-Agonist (Höchstdosis) |
| Dreifachtherapie | Insulin | Unzureichende Wirkung einer stabilen Insulindosis + Metformin |
💡Praxis-Tipp
Es wird darauf hingewiesen, dass die Fixkombination Sitagliptin/Metformin in der Regel erst dann zum Einsatz kommt, wenn die vorherige Basistherapie in der jeweils höchsten vertragenen Dosis ausgeschöpft wurde. Zudem ist zu beachten, dass der referenzierte G-BA-Beschluss aus dem Jahr 2013 stammt und durch ein neueres Verfahren aus dem Jahr 2016 abgelöst wurde.
Häufig gestellte Fragen
Das Präparat wird eingesetzt, wenn eine Monotherapie mit Metformin in der höchsten vertragenen Dosis keine ausreichende Blutzuckersenkung erzielt. Es kann laut Dokument auch verordnet werden, wenn bereits eine freie Kombination beider Wirkstoffe eingenommen wird.
Ja, das Dokument bestätigt die Zulassung als Dreifachtherapie in Kombination mit Insulin. Dies ist indiziert, wenn eine stabile Insulindosis zusammen mit Metformin den Blutzucker nicht ausreichend kontrolliert.
Nein, die Beschlüsse dieses Nutzenbewertungsverfahrens wurden durch eine Neubewertung nach Fristablauf im Juli 2016 aufgehoben. Für aktuelle Verordnungsentscheidungen sollte der neuere Beschluss herangezogen werden.
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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Sitagliptin/Metformin (G-BA, 2013). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.