G-BA2017

Pembrolizumab bei NSCLC (Erstlinie): G-BA Nutzenbewertung

Diese Leitlinie stammt aus 2017 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: G-BA (2017)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf den administrativen Dokumenten des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Nutzenbewertung aus dem Jahr 2017. Gegenstand des Verfahrens ist der Wirkstoff Pembrolizumab (Handelsname Keytruda).

Da der Quelltext sehr kurz ist, wird hier allgemeines medizinisches Hintergrundwissen ergänzt: Das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC) macht den Großteil aller Lungenkrebserkrankungen aus. Im metastasierten Stadium zielt die medikamentöse Therapie primär auf eine Lebensverlängerung und den Erhalt der Lebensqualität ab.

Pembrolizumab ist ein Immun-Checkpoint-Inhibitor. Die Expression des Liganden PD-L1 auf den Tumorzellen dient als wichtiger Biomarker, um das zu erwartende Ansprechen auf diese immunonkologische Therapie abzuschätzen.

Empfehlungen

Der G-BA definiert in seinem Beschluss das genaue Anwendungsgebiet für den Wirkstoff.

Zugelassenes Anwendungsgebiet

Laut G-BA ist Pembrolizumab als Monotherapie für die Erstlinienbehandlung des metastasierenden nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) angezeigt. Dabei müssen folgende Voraussetzungen bei den erwachsenen Betroffenen erfüllt sein:

  • Es liegen PD-L1 exprimierende Tumore vor.

  • Der Tumor Proportion Score (TPS) beträgt ≥ 50 %.

  • Es dürfen keine EGFR- oder ALK-positiven Tumormutationen vorhanden sein.

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Die Festlegung der zweckmäßigen Vergleichstherapie ist ein zentraler Teil des Bewertungsverfahrens. Die genauen Details hierzu sind in den tragenden Gründen des Beschlusses vom 03.08.2017 hinterlegt.

Kontraindikationen

Gemäß dem G-BA-Beschluss ist Pembrolizumab in dieser spezifischen Indikation (Erstlinie, Monotherapie) nicht angezeigt, wenn folgende Treibermutationen vorliegen:

  • EGFR-positive Tumormutationen

  • ALK-positive Tumormutationen

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💡Praxis-Tipp

Vor dem Einsatz von Pembrolizumab in der Erstlinie des metastasierten NSCLC wird eine umfassende molekularpathologische Diagnostik vorausgesetzt. Es wird darauf hingewiesen, dass neben der Bestimmung des PD-L1-Status (TPS ≥ 50 %) zwingend der Ausschluss von EGFR- und ALK-Mutationen erfolgen muss.

Häufig gestellte Fragen

Laut G-BA-Beschluss ist die Monotherapie für Tumore mit einem Tumor Proportion Score (TPS) von mindestens 50 % angezeigt.

Nein, das vom G-BA bewertete Anwendungsgebiet schließt Tumore mit EGFR- oder ALK-positiven Mutationen explizit aus.

Das definierte Anwendungsgebiet für die Erstlinienbehandlung des metastasierenden NSCLC bezieht sich ausschließlich auf Erwachsene.

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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Pembrolizumab (neues Anwendungsgebiet: nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom, Erstlinie) (G-BA, 2017). Originaldokument ansehen

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