G-BA2018

Pembrolizumab bei Kopf-Hals-Tumoren: G-BA Beschluss

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: G-BA (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Dieser Artikel basiert auf dem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Nutzenbewertung von Pembrolizumab (Keytruda®). Das Dokument aus dem Jahr 2019 regelt den Einsatz des Wirkstoffs in einem neuen Anwendungsgebiet.

Das Plattenepithelkarzinom der Kopf-Hals-Region (HNSCC) ist eine maligne Tumorerkrankung, die in fortgeschrittenen Stadien oft schwer zu behandeln ist. Immunonkologische Therapien wie Checkpoint-Inhibitoren haben hier in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen.

Pembrolizumab ist ein monoklonaler Antikörper, der sich gegen den PD-1-Rezeptor richtet. Die vorliegende Bewertung bezieht sich auf den Einsatz bei rezidivierenden oder metastasierenden Verläufen nach vorheriger platinbasierter Chemotherapie.

Empfehlungen

Der G-BA-Beschluss definiert die genauen Kriterien für den Einsatz von Pembrolizumab in diesem spezifischen Anwendungsgebiet.

Zugelassene Indikation

Laut Dokument ist Pembrolizumab (Keytruda®) als Monotherapie für erwachsene Personen mit Plattenepithelkarzinom der Kopf-Hals-Region (HNSCC) angezeigt. Dabei müssen folgende Voraussetzungen zwingend erfüllt sein:

  • Es liegt ein rezidivierendes oder metastasierendes Tumorstadium vor.

  • Der Tumor weist eine PD-L1-Expression mit einem Tumor Proportion Score (TPS) von ≥ 50 % auf.

  • Die Krebserkrankung ist während oder nach einer vorherigen platinbasierten Therapie fortgeschritten.

Verfahrensstatus

Das Nutzenbewertungsverfahren wurde im April 2019 abgeschlossen. Eine anfängliche Befristung der Geltungsdauer wurde gemäß einem weiteren Beschluss im August 2019 aufgehoben.

Dosierung

MedikamentTherapieformZielgruppeSpezifische TumoreigenschaftenVortherapie
Pembrolizumab (Keytruda®)MonotherapieErwachsene mit rezidivierendem/metastasierendem HNSCCPD-L1-Expression (TPS ≥ 50 %)Progress unter/nach platinbasierter Therapie
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💡Praxis-Tipp

Der G-BA-Beschluss unterstreicht die Notwendigkeit einer präzisen molekularpathologischen Diagnostik vor Therapiebeginn. Es wird darauf hingewiesen, dass der Einsatz von Pembrolizumab in dieser Indikation strikt an den Nachweis einer hohen PD-L1-Expression (TPS ≥ 50 %) sowie an einen Progress nach platinbasierter Vortherapie gebunden ist.

Häufig gestellte Fragen

Laut G-BA-Beschluss ist der Wirkstoff für das rezidivierende oder metastasierende Plattenepithelkarzinom der Kopf-Hals-Region (HNSCC) bei Erwachsenen angezeigt.

Das Dokument gibt an, dass der Tumor eine PD-L1-Expression mit einem Tumor Proportion Score (TPS) von mindestens 50 % aufweisen muss.

Gemäß der vorliegenden Nutzenbewertung ist die Therapie erst nach einem Fortschreiten der Erkrankung während oder nach einer platinbasierten Vortherapie indiziert.

Der Beschluss bezieht sich explizit auf den Einsatz von Pembrolizumab als Monotherapie in dieser spezifischen Indikation.

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