G-BA2023

Morbus Fabry (Migalastat): G-BA Nutzenbewertung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: G-BA (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Morbus Fabry ist eine seltene lysosomale Speicherkrankheit, die durch einen Mangel an α-Galaktosidase A verursacht wird. Dies führt zu einer systemischen Akkumulation von Stoffwechselprodukten in verschiedenen Organen.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat eine Neubewertung des Wirkstoffs Migalastat (Handelsname Galafold) durchgeführt. Diese Zusammenfassung basiert auf den administrativen Eckdaten des G-BA-Beschlusses.

Anlass für das Verfahren war die Überschreitung der gesetzlichen Umsatzgrenze von 30 Millionen Euro für Arzneimittel zur Behandlung seltener Leiden (Orphan Drugs) gemäß § 35a SGB V. Das Verfahren wurde im Februar 2024 abgeschlossen.

Empfehlungen

Die G-BA-Dokumentation definiert die genauen Rahmenbedingungen für den Einsatz des Wirkstoffs.

Zugelassenes Anwendungsgebiet

Laut Fachinformation ist Migalastat (Galafold) für die Dauerbehandlung folgender Patientenpopulation indiziert:

  • Erwachsene und Jugendliche ab einem Alter von 12 Jahren

  • Vorliegen einer gesicherten Morbus Fabry-Diagnose (α-Galaktosidase-A-Mangel)

  • Nachweis einer auf die Behandlung ansprechenden Mutation

Verfahrenshintergrund

Es wird festgehalten, dass es sich um die gesetzliche Neubewertung eines Orphan Drugs handelt. Der G-BA hat das Verfahren am 15. Februar 2024 mit einem entsprechenden Beschluss zur Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (Anlage XII) abgeschlossen.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Indikationsstellung für Migalastat ist laut G-BA-Dokumentation zwingend darauf zu achten, dass vorab eine auf die Behandlung ansprechende Mutation diagnostisch gesichert wurde.

Häufig gestellte Fragen

Gemäß der G-BA-Dokumentation ist Migalastat für die Dauerbehandlung von Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren indiziert.

Laut Fachinformation muss eine gesicherte Morbus Fabry-Diagnose mit α-Galaktosidase-A-Mangel vorliegen. Zudem wird der Nachweis einer auf die Behandlung ansprechenden Mutation gefordert.

Die Neubewertung erfolgte, da das Arzneimittel die gesetzliche Umsatzgrenze von 30 Millionen Euro für Orphan Drugs überschritten hat. Der entsprechende Beschluss wurde im Februar 2024 gefasst.

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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Migalastat (Neubewertung Orphan > 30 Mio: Morbus Fabry, ≥ 12 Jahre) (G-BA, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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