Endometriumkarzinom: Lenvatinib/Pembrolizumab-Therapie
Hintergrund
Das Endometriumkarzinom ist eine der häufigsten gynäkologischen Krebserkrankungen. In fortgeschrittenen oder rezidivierenden Stadien sind die therapeutischen Optionen oft limitiert, insbesondere wenn eine Kuration nicht mehr möglich ist.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat im Juli 2022 einen Beschluss zur Nutzenbewertung des Wirkstoffs Lenvatinib (Handelsname Lenvima) gefasst. Diese Zusammenfassung basiert auf den administrativen Eckdaten dieses Beschlusses zu einem neuen Anwendungsgebiet.
Lenvatinib ist ein Tyrosinkinase-Inhibitor. In diesem spezifischen Setting wird er in Kombination mit dem Immun-Checkpoint-Inhibitor Pembrolizumab eingesetzt, um das Tumorwachstum bei progredienten Verläufen zu hemmen.
💡Praxis-Tipp
Es wird darauf hingewiesen, dass der Einsatz von Lenvatinib beim Endometriumkarzinom zwingend an die Kombination mit Pembrolizumab gebunden ist. Zudem ist eine vorherige Platin-basierte Therapie eine strikte Voraussetzung für diese Indikationsstellung. Eine Monotherapie oder ein Einsatz in früheren Therapielinien wird durch diesen Beschluss nicht abgedeckt.
Häufig gestellte Fragen
Laut G-BA-Beschluss bezieht sich das neue Anwendungsgebiet auf das fortgeschrittene oder rezidivierende Endometriumkarzinom bei Erwachsenen.
Die Zulassung und Nutzenbewertung für diese Indikation sieht eine zwingende Kombinationstherapie von Lenvatinib mit dem Antikörper Pembrolizumab vor.
Gemäß den Vorgaben muss ein Fortschreiten der Erkrankung während oder nach einer vorherigen Platin-basierten Therapie stattgefunden haben.
Das Medikament ist in diesem Setting nicht indiziert, wenn noch eine kurative chirurgische Behandlung oder eine kurative Bestrahlung in Frage kommt.
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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Lenvatinib (Neues Anwendungsgebiet: Endometriumkarzinom, nach Platin-basierter Therapie, Kombination mit Pembrolizumab) (G-BA, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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