Idebenon (Raxone) bei LHON: G-BA Nutzenbewertung
Hintergrund
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) führte 2015 ein Nutzenbewertungsverfahren nach § 35a SGB V für den Wirkstoff Idebenon (Handelsname Raxone®) durch. Diese Zusammenfassung basiert auf den administrativen Eckdaten des Verfahrens.
Idebenon ist als Arzneimittel zur Behandlung eines seltenen Leidens (Orphan Drug) eingestuft. Das therapeutische Anwendungsgebiet ist die Lebersche hereditäre Optikusneuropathie (LHON), eine seltene Augenerkrankung.
Es ist zu beachten, dass die in diesem historischen Verfahren gefassten Beschlüsse mittlerweile aufgehoben wurden. Sie wurden durch eine Neubewertung nach Fristablauf am 01.04.2022 ersetzt.
Empfehlungen
Die Dokumentation des G-BA enthält keine direkten klinischen Handlungsanweisungen, sondern beschreibt den formalen Ablauf der Nutzenbewertung.
Verfahrensdetails zu Idebenon
Laut G-BA-Dokumentation gelten für das Verfahren folgende Eckdaten:
-
Der Wirkstoff Idebenon (Raxone®) wird vom pharmazeutischen Unternehmer Santhera Pharmaceuticals vertrieben.
-
Das Medikament besitzt den Orphan-Drug-Status (Arzneimittel für seltene Leiden).
-
Das ursprüngliche Verfahren (Vorgangsnummer 2015-10-01-D-191) begann am 01.10.2015 und endete mit der Beschlussfassung am 17.03.2016.
Historie und Gültigkeit
Der G-BA weist darauf hin, dass die Befristung der Geltungsdauer mehrfach verlängert wurde (2018 und 2019).
Alle Beschlüsse aus diesem spezifischen Verfahren von 2015/2016 sind nicht mehr gültig. Sie wurden durch das nachfolgende Nutzenbewertungsverfahren vom 01.04.2022 offiziell aufgehoben.
💡Praxis-Tipp
Es wird darauf hingewiesen, dass die G-BA-Beschlüsse zu Idebenon aus dem Jahr 2016 historisch sind und offiziell aufgehoben wurden. Für aktuelle Informationen zur Verordnungsfähigkeit und zum Zusatznutzen bei Leberscher hereditärer Optikusneuropathie (LHON) wird auf das neuere Bewertungsverfahren vom April 2022 verwiesen.
Häufig gestellte Fragen
Laut G-BA-Dokumentation liegt das therapeutische Gebiet von Idebenon (Raxone®) bei der Leberschen hereditären Optikusneuropathie (LHON). Es handelt sich dabei um eine Augenerkrankung.
Ja, der G-BA führt Idebenon in seinem Verfahren explizit als Arzneimittel zur Behandlung eines seltenen Leidens (Orphan Drug).
Nein, die Beschlüsse aus dem Verfahren von 2015/2016 wurden laut G-BA aufgehoben. Sie wurden durch eine Neubewertung nach Fristablauf am 01.04.2022 ersetzt.
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Idebenon (Lebersche hereditäre Optikusneuropathie) (G-BA, 2015). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.