Ibrutinib: Indikationen bei CLL, MCL und M. Waldenström

Diese Leitlinie stammt aus 2016 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: G-BA (2016)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Dokument des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) aus dem Jahr 2016 behandelt die Nutzenbewertung des Wirkstoffs Ibrutinib (Handelsname Imbruvica®). Es handelt sich hierbei um ein Arzneimittel zur Behandlung seltener Leiden, ein sogenanntes Orphan Drug.

Anlass für dieses spezifische Bewertungsverfahren war die Überschreitung der gesetzlichen Umsatzgrenze von 50 Millionen Euro für Orphan Drugs. Dieser Umstand macht eine reguläre Nutzenbewertung nach § 35a SGB V erforderlich.

Ibrutinib wird in der Onkologie zur zielgerichteten Therapie verschiedener B-Zell-Lymphome eingesetzt. Zu den im Dokument behandelten Indikationen gehören die chronische lymphatische Leukämie (CLL), das Mantelzell-Lymphom (MCL) und der Morbus Waldenström.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der Indikationsstellung für Ibrutinib in der Erstlinie wird im G-BA-Dokument explizit auf die Eignung für eine Chemo-Immuntherapie verwiesen. Sowohl bei der CLL (mit 17p-Deletion oder TP53-Mutation) als auch beim Morbus Waldenström ist der primäre Einsatz nur vorgesehen, wenn eine Chemo-Immuntherapie nicht geeignet ist.

Häufig gestellte Fragen

Das Dokument nennt drei onkologische Anwendungsgebiete. Dazu zählen die chronische lymphatische Leukämie (CLL), das rezidivierte oder refraktäre Mantelzell-Lymphom (MCL) und der Morbus Waldenström.

Ja, ein Einsatz in der Erstlinie ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Laut G-BA ist dies auf Personen mit einer 17p-Deletion oder TP53-Mutation beschränkt, die für eine Chemo-Immuntherapie nicht geeignet sind.

Die Indikation beim Mantelzell-Lymphom beschränkt sich auf fortgeschrittene Stadien. Es ist ausschließlich für erwachsene Personen mit rezidivierter oder refraktärer Erkrankung vorgesehen.

Ibrutinib hat den Status eines Orphan Drugs (Arzneimittel für seltene Leiden). Die erneute Bewertung nach § 35a SGB V wurde notwendig, da das Medikament die gesetzliche Umsatzgrenze von 50 Millionen Euro überschritten hatte.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Ibrutinib (Überschreitung 50 Mio € Grenze: Mantelzell-Lymphom, Chronische lymphatische Leukämie, Morbus Waldenström) (G-BA, 2016). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.