Empagliflozin/Metformin bei Typ-2-Diabetes: G-BA Beschluss
Hintergrund
Dieser Artikel basiert auf dem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Nutzenbewertung des Kombinationspräparats Empagliflozin/Metformin (Handelsname Synjardy). Das Verfahren nach § 35a SGB V wurde im September 2016 abgeschlossen.
Das Medikament wird im therapeutischen Gebiet der Stoffwechselkrankheiten zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 eingesetzt. Es dient als Ergänzung zu Diät und Bewegung, um die Blutzuckerkontrolle bei Erwachsenen zu verbessern.
Empagliflozin ist ein SGLT2-Inhibitor, während Metformin zur Klasse der Biguanide gehört. Die Fixkombination soll die Therapieadhärenz bei Personen erleichtern, die ohnehin beide Wirkstoffe zur Blutzuckersenkung benötigen.
Empfehlungen
Der G-BA-Beschluss definiert die Anwendungsgebiete gemäß der Fachinformation für die Fixkombination Empagliflozin/Metformin.
Zugelassene Indikationen
Laut Dokument ist der Einsatz bei erwachsenen Personen ab 18 Jahren mit Typ-2-Diabetes angezeigt. Die Therapie dient der Verbesserung der Blutzuckerkontrolle, ergänzend zu Diät und Bewegung.
Folgende klinische Ausgangssituationen rechtfertigen laut G-BA den Einsatz:
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Unzureichende Einstellung unter der maximal verträglichen Dosis von Metformin allein
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Unzureichende Einstellung unter Metformin in Kombination mit anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln (inklusive Insulin)
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Bereits bestehende Behandlung mit der freien Kombination aus Empagliflozin und Metformin in Form getrennter Tabletten
Zweckmäßige Vergleichstherapie
Die Festlegung der zweckmäßigen Vergleichstherapie erfolgte durch den G-BA im Rahmen des Bewertungsverfahrens. Die spezifischen Details hierzu sind in der Anlage XII der Arzneimittel-Richtlinie hinterlegt.
Dosierung
Das vorliegende G-BA-Dokument enthält keine spezifischen Milligramm-Angaben. Die Indikation zur Therapie richtet sich nach der vorherigen medikamentösen Einstellung:
| Bisherige Therapie | Voraussetzung für Fixkombination |
|---|---|
| Metformin-Monotherapie | Maximal verträgliche Dosis erreicht, aber unzureichende Blutzuckerkontrolle |
| Metformin + andere Antidiabetika (inkl. Insulin) | Unzureichende Blutzuckerkontrolle unter der bestehenden Kombination |
| Empagliflozin + Metformin (getrennte Tabletten) | Vorbestehende Behandlung mit beiden Wirkstoffen |
💡Praxis-Tipp
Laut G-BA-Dokument ist der Einsatz der Fixkombination als Eskalation erst dann angezeigt, wenn die maximal verträgliche Dosis von Metformin allein nicht ausreicht. Zudem bietet sich das Präparat an, um eine bereits bestehende Therapie mit getrennten Tabletten von Empagliflozin und Metformin zu vereinfachen.
Häufig gestellte Fragen
Das Präparat ist für Erwachsene ab 18 Jahren mit Typ-2-Diabetes zugelassen. Es wird ergänzend zu Diät und Bewegung eingesetzt, wenn die bisherige medikamentöse Therapie nicht ausreicht.
Ja, laut G-BA-Beschluss ist der Einsatz bei Personen möglich, die mit Metformin in Kombination mit anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln, einschließlich Insulin, unzureichend eingestellt sind.
Die Umstellung ist laut Fachinformation bei Personen indiziert, die bereits mit der freien Kombination aus Empagliflozin und Metformin in Form getrennter Tabletten behandelt werden.
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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Empagliflozin/Metformin (Diabetes mellitus Typ 2) (G-BA, 2016). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.