Cabotegravir (HIV-1): Dosierung und Injektionsschema
Hintergrund
Diese Zusammenfassung basiert auf dem Kurztext des Beschlusses des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) aus dem Jahr 2021 zur Nutzenbewertung von Cabotegravir (Vocabria).
Cabotegravir ist ein Integrase-Inhibitor (INI), der in der antiretroviralen Therapie eingesetzt wird. Die Kombinationstherapie mit dem nicht-nukleosidischen Reverse-Transkriptase-Inhibitor (NNRTI) Rilpivirin ermöglicht eine langwirksame Behandlung der HIV-1-Infektion.
Das Verfahren bewertet den Einsatz dieser Kombination bei therapieerfahrenen Erwachsenen. Ziel der Therapie ist die Aufrechterhaltung der virologischen Suppression bei Personen, die bereits erfolgreich auf ein bestehendes Regime eingestellt sind.
💡Praxis-Tipp
Vor der Umstellung auf die langwirksame Injektionstherapie wird eine orale Einleitungsphase („oral lead-in“) mit Tabletten empfohlen. Dies dient der Sicherstellung der Verträglichkeit von Cabotegravir und Rilpivirin, um Komplikationen durch die langanhaltende Depotwirkung der Injektionen zu vermeiden. Zudem können die Tabletten als Überbrückung („oral bridging“) genutzt werden, falls ein Injektionstermin verpasst wird.
Häufig gestellte Fragen
Die Kombination wird für Erwachsene mit HIV-1-Infektion eingesetzt, die auf einem stabilen Regime virologisch supprimiert sind (HIV-1-RNA < 50 Kopien/ml). Laut G-BA dürfen keine Resistenzen oder ein früheres Therapieversagen gegen NNRTI oder INI vorliegen.
Die orale Einleitungsphase mit Tabletten dient der Prüfung der Verträglichkeit der Wirkstoffe. Erst nach dieser Phase erfolgt gemäß Beschluss die Umstellung auf die langwirksamen Injektionen.
Für diesen Fall ist ein sogenanntes „oral bridging“ vorgesehen. Es wird vorübergehend auf Cabotegravir- und Rilpivirin-Tabletten umgestellt, um die Zeit bis zur nächsten Injektion sicher zu überbrücken.
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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Cabotegravir (HIV-1-Infektion, therapieerfahrene Patienten, Kombination mit Rilpivirin) (G-BA, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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