Empagliflozin (SGLT2-Hemmer): Dosierung und Indikation
Hintergrund
Diese Zusammenfassung basiert auf dem Kurzprofil der DrugBank-Datenbank.
Empagliflozin ist ein orales Antidiabetikum aus der Klasse der SGLT2-Inhibitoren (Sodium-Glucose-Co-Transporter 2). Der Wirkstoff hemmt selektiv den SGLT2-Transporter im proximalen Tubulus der Niere und reduziert so die renale Glukoserückresorption.
Dies führt zu einer vermehrten Glukoseausscheidung über den Urin (etwa 70 g/Tag) und senkt den HbA1c-Wert, den Blutdruck sowie das Körpergewicht. Laut DrugBank besitzt Empagliflozin zudem kardio- und renoprotektive Eigenschaften, die unabhängig von der blutzuckersenkenden Wirkung auftreten.
Die orale Bioverfügbarkeit liegt bei etwa 78 Prozent, die Halbwertszeit bei 12,4 Stunden. Der Metabolismus über CYP-Enzyme ist minimal und die Ausscheidung erfolgt renal sowie fäkal.
Empfehlungen
Indikationen
Laut DrugBank-Profil wird Empagliflozin für folgende Erkrankungen eingesetzt:
-
Typ-2-Diabetes mellitus
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Herzinsuffizienz (sowohl HFrEF als auch HFpEF, basierend auf den EMPEROR-Studien)
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Chronische Nierenerkrankung (CKD, basierend auf der EMPA-KIDNEY-Studie)
Interaktionen
Das Profil warnt vor klinisch relevanten Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten:
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Schleifendiuretika: Es besteht ein verstärkter diuretischer Effekt mit dem Risiko einer Dehydratation.
-
Insulin und Sulfonylharnstoffe: Das Hypoglykämierisiko ist erhöht, weshalb eine Dosisreduktion des Insulins erforderlich sein kann.
-
Lithium: Empagliflozin kann die Lithiumspiegel im Blut verändern.
Nebenwirkungen
Zu den dokumentierten unerwünschten Wirkungen zählen laut Quelle:
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Genitale Pilzinfektionen (vulvovaginale Candidiasis) und Harnwegsinfekte
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Polyurie, Volumendepletion und Hypotonie
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Selten eine euglykämische diabetische Ketoazidose (DKA)
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Sehr selten ein Fournier-Gangrän
Dosierung
Die DrugBank-Datenbank gibt folgende Dosierungshinweise für Empagliflozin:
| Wirkstoff | Dosierung | Einnahmehinweis | Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz |
|---|---|---|---|
| Empagliflozin | 10 mg oder 25 mg einmal täglich | Morgens einnehmen | Keine Anpassung bei Indikation Herzinsuffizienz/CKD |
Kontraindikationen
Laut DrugBank bestehen folgende Kontraindikationen für die Gabe von Empagliflozin:
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Typ-1-Diabetes
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eGFR < 20 mL/min (gilt spezifisch für die Indikation Diabetes)
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Diabetische Ketoazidose
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Schwere Leberfunktionseinschränkung
💡Praxis-Tipp
Laut Quelle ist bei der Kombination von Empagliflozin mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen ein erhöhtes Hypoglykämierisiko zu berücksichtigen. Es wird in diesen Fällen eine Dosisreduktion des Insulins nahelegt. Zudem wird auf das seltene, aber potenziell gefährliche Risiko einer euglykämischen diabetischen Ketoazidose hingewiesen.
Häufig gestellte Fragen
Empagliflozin hemmt selektiv den SGLT2-Transporter in der Niere und fördert die Glukoseausscheidung über den Urin. Laut DrugBank senkt dies den HbA1c-Wert, den Blutdruck und das Körpergewicht.
Die Quelle nennt Typ-2-Diabetes mellitus, Herzinsuffizienz (HFrEF und HFpEF) sowie chronische Nierenerkrankungen als Hauptindikationen. Die kardio- und renoprotektiven Effekte sind dabei unabhängig von der Blutzuckersenkung.
Laut DrugBank-Profil ist bei den Indikationen Herzinsuffizienz und chronische Nierenerkrankung keine Dosisanpassung aufgrund einer Niereninsuffizienz erforderlich. Für die Indikation Diabetes gilt jedoch eine Kontraindikation bei einer eGFR unter 20 mL/min.
Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen genitale Pilzinfektionen, Harnwegsinfekte und Polyurie. Zudem warnt die Quelle vor Volumendepletion und in seltenen Fällen vor einer euglykämischen diabetischen Ketoazidose.
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Quelle: DrugBank: Empagliflozin - Pharmacological Profile (DrugBank Open Data, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.
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