Dimenhydrinat: Dosierung in Schwangerschaft & Stillzeit

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Embryotox (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf der Kurzmonographie des Pharmakovigilanz- und Beratungszentrums für Embryonaltoxikologie (Embryotox) der Charité Berlin.

Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft (Emesis gravidarum) sind häufige Beschwerden, die insbesondere im ersten Trimenon auftreten. Wenn nicht-medikamentöse Maßnahmen nicht ausreichen, ist eine pharmakologische Antiemese-Therapie indiziert.

Dimenhydrinat (bekannt unter dem Handelsnamen Vomex A) ist ein Antihistaminikum und wird häufig zur Behandlung von Übelkeit eingesetzt. Laut Embryotox gehört der Wirkstoff zur Stufe 2 der Antiemese-Therapie und wird in die Risikokategorie "Sicher / Mittel der Wahl" eingestuft.

Empfehlungen

Die Embryotox-Monographie formuliert folgende Kernempfehlungen zum Einsatz von Dimenhydrinat:

Anwendung in der Schwangerschaft

Für das erste Trimenon (SSW 1-12) wird Dimenhydrinat als Mittel der Wahl bei Schwangerschaftsübelkeit eingestuft. Laut Quelle liegt für diesen Zeitraum die umfangreichste Erfahrung unter den Antiemetika vor.

Im zweiten Trimenon (SSW 13-27) gilt die Anwendung ebenfalls als sicher.

Für das dritte Trimenon (SSW 28-40) wird eine Warnung ausgesprochen. Die Monographie weist darauf hin, dass hohe Dosen wehenhemmend wirken können und das Medikament daher nicht um den Geburtstermin herum eingesetzt werden sollte.

Anwendung in der Stillzeit

Eine kurzzeitige Anwendung in der Stillzeit wird als akzeptabel bewertet. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass als Nebenwirkung eine Sedierung beim Säugling auftreten kann.

Alternativen und Monitoring

  • Als gleichwertige Alternative zu Dimenhydrinat wird die Kombination aus Doxylamin und Pyridoxin genannt.

  • Eine besondere Überwachung (Monitoring) unter der Therapie mit Dimenhydrinat ist laut Quelle nicht erforderlich.

  • Als typische Nebenwirkung für die Schwangere wird eine Sedierung aufgeführt.

Dosierung

Die Monographie gibt folgende Dosierungsrichtlinien für Dimenhydrinat in der Schwangerschaft an:

SchwangerschaftsphaseApplikationswegDosierung
1. Trimenon (SSW 1-12)Oral / Rektal50-100 mg bis zu 3x täglich
2. Trimenon (SSW 13-27)Oral50-100 mg
2. Trimenon (SSW 13-27)Rektal150 mg

Kontraindikationen

Laut Embryotox besteht eine Kontraindikation für den Einsatz hoher Dosen von Dimenhydrinat unmittelbar um den Geburtstermin herum, da der Wirkstoff in dieser Phase wehenhemmend wirken kann.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Embryotox ist bei der Verordnung von Dimenhydrinat im dritten Trimenon besondere Vorsicht geboten, da der Wirkstoff in hohen Dosen wehenhemmend wirken kann. Es wird davon abgeraten, das Medikament unmittelbar um den Geburtstermin herum einzusetzen. Zudem wird auf die mögliche Sedierung als Nebenwirkung bei der Mutter sowie beim gestillten Säugling hingewiesen.

Häufig gestellte Fragen

Ja, laut Embryotox gilt Dimenhydrinat im ersten Trimenon als Mittel der Wahl bei Schwangerschaftsübelkeit. Es liegt die umfangreichste Erfahrung unter den Antiemetika vor.

Eine kurzzeitige Anwendung in der Stillzeit ist laut Embryotox akzeptabel. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass eine Sedierung beim Säugling als Nebenwirkung auftreten kann.

Die Quelle warnt vor dem Einsatz hoher Dosen um den Geburtstermin herum. Dimenhydrinat kann in dieser Phase wehenhemmend wirken.

Als gleichwertige Alternative nennt die Monographie die Kombination aus Doxylamin und Pyridoxin.

Im zweiten Trimenon gilt eine orale Dosierung von 50 bis 100 mg als sicher. Alternativ wird eine rektale Dosis von 150 mg angegeben.

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Quelle: Embryotox: Dimenhydrinat (Vomex A) - Schwangerschaft/Stillzeit (Embryotox, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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