Diabetische Retinopathie: Diagnostik, IVOM und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF S3-Leitlinie "Spezielle Diagnostik und Therapie von Netzhautkomplikationen bei Diabetes" bietet evidenzbasierte Empfehlungen zur augenärztlichen Versorgung. Sie richtet sich primär an Augenärzte, Diabetologen und Internisten.

Diabetische Netzhautkomplikationen, insbesondere die diabetische Retinopathie (DR) und das diabetische Makulaödem (DMÖ), gehören zu den häufigsten Ursachen für Sehverlust. Eine stadiengerechte Überwachung und Therapie ist essenziell, um irreversible Schäden zu vermeiden.

Die Leitlinie fokussiert sich auf den Einsatz von Laserkoagulation, intravitrealer operativer Medikamentengabe (IVOM) und chirurgischen Eingriffen. Zudem werden Aspekte der Rehabilitation und Hilfsmittelversorgung beleuchtet.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Irrglaube in der Praxis ist, dass Acetylsalicylsäure (ASS) bei diabetischer Retinopathie wegen des Blutungsrisikos abgesetzt werden muss. Die Leitlinie stellt klar, dass eine kardioprotektive ASS-Gabe den Verlauf der Retinopathie nicht beeinflusst und das Risiko für Glaskörperblutungen nicht erhöht. Zudem wird betont, dass bei einem diabetischen Makulaödem mit Foveabeteiligung, aber noch guter Sehschärfe (Visus ≥ 0,8), zunächst keine IVOM- oder Lasertherapie erfolgen soll.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist die OCT-Untersuchung im Leistungskatalog der GKV für die Diagnostik und Therapiesteuerung des diabetischen Makulaödems (DMÖ) enthalten. Ein reines Screening bei asymptomatischen Diabetikern ohne sichtbare Fundusveränderungen wird hingegen nicht empfohlen.

Ja, die Leitlinie stellt fest, dass eine kardioprotektive Therapie mit ASS keine Kontraindikation bei einer diabetischen Retinopathie darstellt. ASS in Dosierungen bis 625 mg erhöht das Risiko für Glaskörperblutungen nicht.

Die Therapie hängt von der Foveabeteiligung ab. Bei einem DMÖ mit Foveabeteiligung und relevanter Visusminderung wird primär eine intravitreale Medikamentengabe (IVOM) mit VEGF-Inhibitoren empfohlen.

Eine panretinale Laserkoagulation wird standardmäßig bei der proliferativen diabetischen Retinopathie (PDR) empfohlen. Bei einer schweren nicht-proliferativen Form (NPDR) kann sie bei Vorliegen bestimmter Risikofaktoren erwogen werden.

Wenn das diabetische Makulaödem unzureichend auf VEGF-Inhibitoren anspricht, kann gemäß Leitlinie ein Wechsel auf intravitreale Steroide (wie Dexamethason-Implantate) angeboten werden. Dabei ist jedoch das erhöhte Risiko für Katarakt und Glaukom zu berücksichtigen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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