Descensus genitalis: Diagnostik und Therapie-Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der weibliche Descensus genitalis ist ein häufiges Krankheitsbild, das die Lebensqualität stark einschränken kann. Ein symptomatischer Deszensus äußert sich oft durch Fremdkörpergefühl, Blasen- oder Darmentleerungsstörungen.

Die Therapieentscheidung richtet sich nach dem individuellen Leidensdruck der Patientin. Eine operative Sanierung wird in der Regel nur bei symptomatischem Deszensus empfohlen.

Diese Leitlinie berücksichtigt aktuelle Warnungen der FDA zum Einsatz vaginaler synthetischer Netze. Sie bietet eine evidenzbasierte Entscheidungshilfe für Gynäkologen, Urologen und Physiotherapeuten.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie weist nachdrücklich darauf hin, dass rauchende Patientinnen vor einer geplanten Netzimplantation über das vierfach erhöhte Risiko einer Netzerosion aufgeklärt werden sollten. Es wird empfohlen, in diesen Fällen zu einem Nikotinverzicht zu raten. Zudem wird betont, dass ein symptomatischer Deszensus in der Regel die Voraussetzung für eine operative Therapie darstellt.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt eine ausführliche Anamnese mit validierten Fragebögen sowie eine klinische Untersuchung mit Quantifizierung nach POP-Q. Ein Husten-Stresstest mit Reposition des Prolapses wird zur Aufdeckung einer larvierten Belastungsinkontinenz empfohlen.

Laut Leitlinie ist die Pessartherapie eine gute Option bei Wunsch nach konservativer Therapie, nicht abgeschlossener Familienplanung oder erhöhtem perioperativen Risiko. Eine begleitende lokale Östrogenisierung wird zur Vermeidung von Druckulzera dringend empfohlen.

Bei nachgewiesener symptomatischer oder larvierter Belastungsinkontinenz kann eine gleichzeitige suburethrale Bandeinlage angeboten werden. Die Leitlinie weist jedoch darauf hin, dass auch ein zweizeitiges Vorgehen nach drei Monaten eine sichere Alternative darstellt.

Es wird empfohlen, auf multifilamentäre Netze sowie Netze aus oder mit Silikon zu verzichten, da diese mit hohen Komplikationsraten einhergehen. Auch biologische Implantate (Xenografts) zeigen laut Leitlinie keine Vorteile und werden nicht empfohlen.

Die Leitlinie empfiehlt zunächst einen konservativen Versuch mit lokaler Estriol- oder Estradiolapplikation. Bei Nicht-Ansprechen sollte eine lokale Exzision des exponierten Netzanteils mit spannungsfreier Naht der Scheide erfolgen.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: Weiblicher Descensus genitalis, Diagnostik und Therapie (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.