MASLD bei Diabetes: Diagnostik, FIB-4 und Therapie
Hintergrund
Die metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD) betrifft etwa 70 Prozent der Menschen mit Adipositas oder Typ-2-Diabetes. Die DDG-Praxisempfehlung 2025 betont, dass die meisten Betroffenen nicht an den hepatischen, sondern an den kardiovaskulären Folgen versterben.
Die Diagnose einer MASLD erfordert den Nachweis einer Steatose sowie mindestens eines kardiometabolischen Risikofaktors. Zu diesen Faktoren zählen unter anderem Übergewicht, ein gestörter Glukosestoffwechsel, arterielle Hypertonie oder eine Dyslipidämie.
Eine Abgrenzung zum Alkoholkonsum ist essenziell. Bei einem täglichen Konsum von 20 bis 50 Gramm (Frauen) beziehungsweise 30 bis 60 Gramm (Männer) wird die Erkrankung als MetALD klassifiziert.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie hebt hervor, dass Menschen mit MASLD primär an kardiovaskulären Ereignissen und Diabeteskomplikationen versterben, nicht an der Lebererkrankung selbst. Es wird daher eine umfassende kardiometabolische Risikostratifizierung empfohlen, anstatt sich ausschließlich auf die hepatischen Parameter zu fokussieren.
Häufig gestellte Fragen
Ein allgemeines Screening wird nicht empfohlen. Ein gezieltes Case Finding ist laut Leitlinie bei Personen mit Typ-2-Diabetes, Adipositas, metabolischem Syndrom oder Hypertonie indiziert.
Die Leitlinie empfiehlt den FIB-4-Index als ersten Schritt im Screening-Algorithmus. Bei Werten über 1,3 ist eine weitere Abklärung mittels Elastografie vorgesehen.
Während bereits 5 Prozent Gewichtsverlust die Steatose reduzieren, ist für eine positive Beeinflussung von Entzündung und Fibrose eine Gewichtsabnahme von mehr als 10 Prozent notwendig.
Die Leitlinie verweist auf Pioglitazon, GLP-1-Rezeptor-Agonisten und SGLT2-Inhibitoren. Diese Substanzklassen können den Leberfettgehalt reduzieren und teilweise die Entzündung verbessern.
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Quelle: DDG: PE_Diabetes_und_Lebererkrankung_2025.pdf pdf (DDG, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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