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TACE und TAE bei Lebermetastasen: Cochrane Review

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Leber ist häufig von Metastasen betroffen, insbesondere durch kolorektale Karzinome. Da eine kurative R0-Resektion bei der Mehrheit der Betroffenen nicht möglich ist, werden alternative Behandlungsstrategien benötigt.

Ein Therapieansatz basiert auf der arteriellen Blutversorgung hepatischer Tumoren. Durch eine transarterielle Chemoembolisation (TACE) oder eine blande transarterielle Embolisation (TAE) der Arteria hepatica soll eine selektive Tumornekrose erreicht werden, während das gesunde Lebergewebe weitgehend geschont wird.

Dieser Cochrane Review evaluiert die Wirksamkeit und Sicherheit von TAE und TACE im Vergleich zu keiner Intervention oder Placebo bei Lebermetastasen. Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract des Reviews.

Empfehlungen

Der Cochrane Review stützt sich auf lediglich eine eingeschlossene randomisierte klinische Studie mit 61 Teilnehmenden. Die Evidenz wird insgesamt als sehr unsicher (very-low-certainty evidence) eingestuft.

Mortalität und Überleben

Laut Review gibt es keine schlüssigen Ergebnisse bezüglich der Mortalität nach 44 Monaten beim Vergleich von TAE oder TACE gegenüber keiner Intervention. Die Unterschiede im medianen Überleben zwischen den Gruppen waren statistisch nicht signifikant.

InterventionMedianes Überleben (ab Studieneintritt)Häufige Nebenwirkungen
TAE7,0 MonatePost-Embolisations-Syndrom
TACE10,7 MonateÜbelkeit, Erbrechen
Keine Intervention7,9 MonateKeine berichtet

Nebenwirkungen

In der Kontrollgruppe wurden keine Nebenwirkungen berichtet. Für die Interventionsgruppen dokumentiert der Review folgende kurzzeitige unerwünschte Ereignisse:

  • TAE-Gruppe: Post-Embolisations-Syndrom (symptomatisch behandelbar) und ein lokales Hämatom an der Punktionsstelle

  • TACE-Gruppe: Übelkeit mit oder ohne Erbrechen bei allen Behandelten, eine Wundinfektion sowie eine tiefe Venenthrombose

Fehlende Endpunkte und Ausblick

Die Autoren des Reviews bemängeln, dass wichtige Parameter wie das progressionsfreie Überleben, das Tumoransprechen oder die gesundheitsbezogene Lebensqualität in der Studie nicht erfasst wurden.

Es wird der Bedarf an großen, methodisch hochwertigen Studien betont. Nur so können der Nutzen und Schaden der Verfahren bei resezierbaren und nicht-resezierbaren Lebermetastasen abschließend geklärt werden.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Aufklärung über TACE oder TAE bei Lebermetastasen sollte die sehr unsichere Evidenzlage bezüglich eines Überlebensvorteils transparent kommuniziert werden. Der Review zeigt, dass kurzzeitige Nebenwirkungen wie das Post-Embolisations-Syndrom oder gastrointestinale Beschwerden nach der Intervention sehr häufig auftreten.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review ist die Evidenzlage hierfür sehr unsicher. In der untersuchten Studie zeigte sich kein statistisch signifikanter Unterschied in der Mortalität im Vergleich zu keiner Intervention.

Der Review berichtet vor allem über kurzzeitige Symptome eines Post-Embolisations-Syndroms. Diese ließen sich in der untersuchten Kohorte gut symptomatisch behandeln.

Die vorliegenden Daten erlauben laut Review keine verlässliche Aussage zur Überlegenheit eines der beiden Verfahren. Die Evidenz basiert auf einer einzigen kleinen Studie mit hohem Verzerrungsrisiko.

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Quelle: Cochrane Review: Transarterial (chemo)embolisation versus no intervention or placebo for liver metastases (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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