Mikrowellenablation (MWA): Therapie bei Lebermetastasen
Hintergrund
Lebermetastasen treten deutlich häufiger auf als primäre Leberkarzinome. Nach einer radikalen chirurgischen Behandlung liegt das Langzeitüberleben bei etwa 50 %.
Für Personen, bei denen eine kurative Resektion nicht durchführbar ist, müssen alternative Behandlungsansätze in Betracht gezogen werden. Eine dieser Optionen ist die Mikrowellenkoagulation (Mikrowellenablation), bei der unter Ultraschall- oder CT-Kontrolle eine Elektrode in die Läsion eingeführt wird.
Ein aktueller Cochrane Review evaluierte die Wirksamkeit und Sicherheit dieses Verfahrens. Dabei wurde die Mikrowellenablation mit anderen Interventionen wie der transarteriellen Chemoembolisation (TACE), der konventionellen Chirurgie sowie der Radiofrequenzablation verglichen.
💡Praxis-Tipp
Bei der Aufklärung über interventionelle Verfahren bei Lebermetastasen sollte berücksichtigt werden, dass die Evidenz für die Mikrowellenablation im Vergleich zu etablierten Verfahren wie der Operation oder der Radiofrequenzablation derzeit sehr unsicher ist. Laut Cochrane Review lassen sich aus der aktuellen Studienlage keine verlässlichen Überlebensvorteile ableiten.
Häufig gestellte Fragen
Laut Cochrane Review ist die Evidenz hierfür sehr unsicher. In einer kleinen Studie zeigte sich ein 3-Jahres-Überleben von 14 % nach Mikrowellenablation gegenüber 23 % nach konventioneller Operation, jedoch sind diese Daten aufgrund des hohen Verzerrungsrisikos nicht verallgemeinerbar.
Die vorliegenden Studien berichten von keinen schweren verfahrensbedingten Komplikationen oder Todesfällen während des Eingriffs. Im Vergleich zur offenen Operation ist der Bedarf an Bluttransfusionen bei der Ablation geringer.
Das Verfahren nutzt elektromagnetische Wellen zur Gewebekoagulation. Dabei wird eine Elektrode bildgesteuert, in der Regel unter Ultraschall- oder CT-Kontrolle, direkt in die maligne Läsion eingeführt.
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Quelle: Cochrane Review: Microwave coagulation for liver metastases (Cochrane, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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